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Das raunt unser Prinz Wittgenstein „da oben“ dem guten Petrus zu
In meinem verrückten Journalisten-Leben bin ich vielen Menschen begegnet – von „oben“ bis „unten“. Es gab keinen, den ich auch nur annähernd mit Casimir Prinz Wittgenstein vergleichen könnte. Jetzt ist er im hohen Alter von 93 Jahren friedlich in Hamburg eingeschlafen.

103 wollte er werden. Das hatte ihm eine afrikanische „Hellseherin“ vorhergesagt. Und ganz offen: Ich hielt es für möglich, daß er dieses Methusalem-Alter „knacken“ würde. Er hatte bis zum Schluß den Verstand eines jungen Mannes – und brachte mich manchmal in Verlegenheit, wenn er mich an diesen oder jenen Termin erinnerte, der mir „durchgerutscht“ war. Fast täglich, Punkt 12.30, telefonierten wir miteinander.

Prinz Wittgenstein war viele Jahre als Stellvertreter von Heinrich Lummer unser Ehren-Präsident – aber mehr noch einer meiner engsten und liebsten Freunde. Wir kannten uns seit 1974 aus Wiesbaden, wo wir am Kaiser-Friedrich-Ring ein gemeinsames Büro mit Gerhard Löwenthal und Ludwig Eckes unterhielten – mit dem „Segen“ Alfred Dreggers, damals hessischer CDU-Chef. „Konzentration Demokratischer Kräfte“ nannte sich unsere politische „Sammlungs-Bewegung“.

Vor 14 Tagen bekam Prinz Wittgenstein Fieber. Trotzdem bestand er darauf: „Besuchen Sie mich.“ Bevor ich ihn nach seiner Gesundheit fragen konnte, stellte er die Frage: „Wie geht es Ihnen gesundheitlich?“ Das war typisch für ihn. Das, was er für „Wehwehchen“ hielt, wollte er für sich behalten, am liebsten ignorieren. Er war sicher, daß sein „kluger Professor und ein neues Antibiotikum“ ihm wieder auf die Beine helfen würden. Zum Schluß des Gespräches brachte er mich zur Haustür, obwohl es kalt war. Meinen Protest deswegen überhörte er, sagte nur „Mir geht es besch….. aber ich komme wieder auf die Beine, hab’ schon Schlimmeres überstanden.“

Trotzdem behielt ich eine böse Vorahnung, wollte eine anstehende Geschäftsreise nach Bangkok deswegen verschieben. Er schickte mir ein Fax: „Bin bald wieder gesund. Wir müssen uns dann schnell sehen.“ In Bangkok erreichte mich dann die Todes-Nachricht. Ich saß mit Freunden beim Essen in einem Restaurant, stand auf, ging vor die Tür, weil es in Thailand nicht „schicklich“ ist, Tränen zu zeigen. Ich habe bitterlich um meinen lieben Freund geweint.

Er gehörte zu den wenigen Menschen, dessen Rat ich schätzte. Doch nur dieses eine Mal hätte ich nicht auf ihn hören sollen. Ich glaube, daß er wußte, wie es um ihn stand. Heute breche ich meinen Bangkok-Aufenthalt ab, will ihm bei der Trauerfeier am Sonnabend und der Beisetzung am Montag die letzte Ehre erweisen.

Ich bin sicher, daß er oben neben Petrus sitzt und ihm mit seinem schelmischen Gesichtsausdruck sagt: „Ich verstehe nicht, warum die da unten um mich alten Knochen weinen. Ich war doch lange genug bei denen und habe getan, was ich tun konnte.“

Deutschland hat einen seiner besten und ehrlichsten Konservativen verloren und einen ungewöhnlich herzensguten Menschen.

Joachim Siegerist
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Von der Leyens Chipkarten-Idee finde ich...


klasse, endlich kriegen arme Kinder auch eine Chance


superklasse, weil ich einen Weg finden werde, das Guthaben in Bier und Zigaretten umzuwandeln


blöd, weil ich arbeiten gehe, Steuern zahle und mein Kind keine Karte bekommen wird


total blöd, weil wir nicht noch mehr Sozialleistungen brauchen


...was für Chipkarten?


...kann man damit auch Google-Streetview schauen?


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