Das Attentat vom 20. Juli – damals und heute
Zur Zeit tobt ein skurriler Streit in Berlin darum, ob und wo „Valkyrie“, ein Film über Claus Schenk Graf Stauffenberg, gedreht werden kann. Hauptdarsteller ist der Hollywoodstar Tom Cruise, der zur Zeit wegen der Dreharbeiten in Berlin und Brandenburg weilt.
Valkyrie wird laut Presseberichten mit bis zu sechs Millionen Euro von der Deutschen Filmförderung unterstützt. Die gleichen Politiker, die den Hollywoodproduzenten unser Steuergeld hinterherwerfen, behindern aber die Dreharbeiten. Politik paradox.
Die Herrschenden versuchen, die Produktion dieses möglichen Blockbusters zu verhindern. Kein Argument ist den Gutmenschen aus Bundestag und –regierung zu dumm, um nicht gegen die Bereitstellung der Originalschauplätze (z.B. Bendlerblock) ins Feld geführt zu werden. Der Kernvorwurf lautet: Tom Cruise gehört der Scientologensekte an.
Aber was hat das mit dem Film zu tun? Nichts.
Wir Deutsche können doch froh sein, daß sich Hollywood für diesen Teil der deutschen Geschichte interessiert. Gerade die Permanentbewältiger und Berufsbetroffenen würden jeden anderen Film (vor allem, wenn es um Judenverfolgung oder anderes NS-Unrecht ginge) nicht nur mit Drehgenehmigungen unterstützen – sofort ständen noch mehr Filmfördermillionen aus dem Hause des Kulturministers Bernd Neumann zur Verfügung. Gegen „Walküre“ aber „verteidigt“ Neumann jetzt die „Würde des Bendlerblocks“.
Die Ursachen dafür liegen in der Geschichte selbst. Das Attentat und sein Scheitern werfen nämlich ein bezeichnendes Licht auch auf die Kriegsziele der Westalliierten. Dies hat Wolfgang Eggert jetzt in einer brillanten Abhandlung nachgewiesen.
Wolfgang Eggerts ausführlichen Bericht lesen Sie hier.