An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Die erste SPD-Alleinregierung steht

Erstmals in der deutschen Geschichte regiert die SPD mit absoluter Mehrheit. Halt, halt, werden Sie jetzt sagen: Die Genossen haben doch nur einen Anteil von 25 % der abgegebenen Stimmen erreicht, die CDU/CSU aber 41 %. Wirklich erstaunlich, denn im Koalitionsvertrag findet sich nichts – nochmals in Worten: NICHTS – was auch nur im Entferntesten mit christlich-konservativen Grundsatzpositionen zu tun haben könnte. Sie glauben das nicht? Dann lesen Sie den Koalitionsvertrag!

 

Die neue Regierung ebnet den Weg in eine andere Republik:

*  Mindestlöhne statt Marktwirtschaft

*  Zerstörung von Ehe und Familie

*  Plünderung der Rentenkassen

*  Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft

*  Zerstörung des Wirtschafts- und Industriestandorts Deutschland

*  Neue Bürokratiemonster statt Reformen

*  EU-Gläubigkeit statt Bürgernähe

 

Jetzt könnten Sie sagen: Aber Papier ist doch geduldig, auf die politischen Macher kommt es an. Damit wären wir beim neuen Kabinett Merkel angekommen. Auffällig ist, daß es Frau Merkel anscheinend nur darauf ankam, Wolfgang Schäuble im Amt des Finanzministers zu halten. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Die übrigen Posten wurden nach dieser Vorgabe verteilt. Die Minister aus den Reihen der CDU/CSU zeichnen sich im übrigen dadurch aus, daß sie ohne Probleme auch jederzeit als SPD-Parteigänger durchgehen könnten (Hans-Peter Friedrich und Alexander Dobrindt vielleicht einmal ausgenommen). Was es sonst noch zu sagen gibt:

 

Wolfgang Schäuble (Finanzen): Gnadenloser Zyniker der Macht, der jederzeit mit wenig Skrupel und Rückgrat bereit ist, deutsches Geld in Brüssel zu verbrennen und den letzten Rest an deutscher Souveränität aufzugeben.

 

Siggi „Pop“ Gabriel (Wirtschaft und Energie): Ein Mann fürs Grobe, der zu allem fähig, aber für nichts Vernünftiges zu gebrauchen ist. Seine Spielwiese ist die der Machtintrigen, der Desinformation und der linken Propaganda.

 

Frank-Walter Steinmeier (Äußeres): Idealbesetzung für unsere „westlichen Abhörpartner“. Mit Herrn Steinmeier ist stets für das richtige Abstimmungsverhalten in allen internationalen Gremien gesorgt. Die Politik des offenen Geldbeutels geht munter weiter.

 

Thomas de Maizière (Inneres): Muttis Liebling, da ambitions-, profil-, geräusch- und meistens auch sprachlos. Akzente für bürgerorientierte Maßnahmen zum Schutz der Inneren Sicherheit oder ein Stopp der Armutseinwanderung nach Deutschland sind von ihm sicher nicht zu befürchten. Alles geht weiter seinen sozialistischen Gang.

 

Alexander Dobrindt (Verkehr): Soll nach „Drehofers“ Willen die einzige CSU-Forderung und neue Ersatzreligion, die „MAUT“ durchsetzen, denn dann wird alles gut, und die CSU wird nie mehr eine Wahl verlieren.

 

Andrea Nahles (Arbeit): Diese Personalentscheidung ist satirisch gemeint, denn gearbeitet hat Frau Nahles in ihrem Leben noch nie richtig. Die Alt- und Extremlinke Nahles hat die übliche sozialdemokratische Karriere absolviert: Jungfunktionärin, 20 Semester Politik-Studium, M.A. (Geschichte), Abgeordnete, unentbehrlicher Apparatschik und schließlich Minister. Armes Deutschland!

 

Peter Altmaier (Kanzleramt): Sein Vorgänger, der bekannte Charismatiker Pofalla, hat den üblichen lobbyistischen Karrieresprung nach dem Vorbild seines Kollegen von Klaeden geschafft. Nachfolger Altmaier entstammt auch dem linken CDU-Netzwerk der sogenannten Pizza-Connection. Der frühere Umweltminister Altmaier bastelte damals an schwarz-grünen Bündnissen und ist auch heute noch zu Zwecken der Machtsicherung bereit, jegliche Überzeugungen – falls jemals vorhanden – sofort über Bord zu werfen.

 

Hans-Peter Friedrich (Landwirtschaft): Hat von seinem jetzigen Ressort tatsächlich nicht die geringste Ahnung und kann auch nicht Kühe melken, konnte aber aus Proporzgründen nicht einfach abgesägt werden. Da Frau Merkel aber ihren Laufburschen de Maizière unbedingt behalten wollte, mußte im Innenministerium Platz geschaffen werden, was „Crazy Horst“ nicht schwer fiel, da er mit dem immer öfters grundsatztreuen Friedrich (gerade deswegen) nicht so gut zurecht kam.

 

Ursula von der Leyen (Verteidigung): Die große Überraschung! Für ihr neues Ressort bringt sie wirklich keine Ahnung, aber davon eine ganze Menge, mit. Die politischen Kommentatoren von SZ bis ZDF schwadronieren dennoch bei dieser Personalie über politische Ziele, mehr Frauen in der Bundeswehr, lange Unterhosen für alle Soldaten und den neuen Kommandostil. Nicht beantwortet wurde bisher die Frage: Wird Generalfeldmarschallin U.v.d.L. auch NATO-oliv und Fleckentarn tragen oder auch im Panzer mitfahren? Blöde Frage! Das wird sie natürlich tun; denn das bringt „Quote“.  

 

Wie üblich bei unserer infantilen Hofschranzen-Presse ist noch niemand auf die wahren Hintergründe dieser Personalie gestoßen: Nachdem Frau Merkel alle potentiell gefährlichen Konkurrenten (zuletzt Herrn Wulff) unschädlich gemacht hat, ist jetzt von der Leyen an der Reihe. Leute die man am liebsten loswerden will, setzt man in Deutschland auf den Posten des Verteidigungsministers. In allen übrigen Ländern dieser Erde hochangesehen und meist mit kompetenten Persönlichkeiten besetzt, ist der Verteidigungsminister in der real existierenden BRD seit 1955 zum allgemeinen Abschuß freigegeben. Es gab bisher kaum einen Verteidigungs-Minister, die sich ohne Rücktritt über mehr als vier Jahre im Amt halten konnte.

 

Manuela Schwesig (Familie): Paßt für diesen Posten wie die Faust auf’s Auge. Die geistige Ziehtochter von Margot Honecker dürfte aus diesem mittlerweile total überflüssigen Ministerium eine neue linksradikale Propagandahochburg machen, damit niemand mehr in Deutschland es wagt, seine Stimme gegen Staatserziehung (allgemeine Kasernierung von 0 bis 18), Homo-Ehe und andere antifaschistische Errungenschaften zu erheben. Als Morgengabe hat sie sogleich ihre Absicht mit ins Ministerium gebracht, das Erfordernis eines Bekenntnisses zum Grundgesetz wieder zu streichen, das Vereine und Gruppen bisher erfüllen mußten, wenn sie Knete vom Staat für allerlei Umtriebe erheischen woll(t)en – nachträglich noch danke an Kristina Schröder für diese Regelung.

 

Hermann Gröhe (Gesundheit): Erwies sich vier Jahre als treuer „General Speichellecker“, bis er am Wahlabend des 22. September allzu patriotisch auftrat, als er seiner geliebten Kanzlerin mit einer Deutschlandfahne vor dem Gesicht rumfuchtelte. Merkel war erbost, nahm Gröhe die Fahne weg und schmiß sie in den Müll. Also, lieber Herr Gröhe: In Zukunft vorsichtiger sein, sonst droht das Karriereaus. Auch im Fall Gröhe dürfte der alte Grundsatz gelten: Die (völlig ahnungslosen) Minister kommen und gehen, die Ministerialbürokratie bleibt und führt währenddessen auch das Ministerium, ohne daß jemand wie Gröhe es merkt. Wenn er es geschickt anstellt, winken vielleicht neue Einkommensquellen in der Kassen- und Pharmalobby. Sein Parteifreund Jens Spahn kann ihm da vielleicht wertvolle Tipps geben.

 

Heiko Maas (Justiz & Verbraucher): Ist ein ehemaliger Lafontaine-Intimus. Ihm verdankt er auch seinen Posten als SPD-Landeschef im Saarland. Die Personalie Maas rundet das linke SPD-Gruselkabinett ab, obwohl Herr Maas zumindest ein Jahr lang einer produktiven Tätigkeit als Fließbandarbeiter bei Ford nachgekommen ist. Das muß ihn so schockiert haben, daß er sofort nach Uni und Referendariat nahtlos als Staatssekretär in ein saarländisches „Ministerium“ wechselte und Berufspolitiker wurde. Die totale Bevormundung der Konsumenten, für die man verläßliche sozialistische Kader zur entsprechenden Umsetzung braucht, ist ein uralter SPD-Traum. Maas wird sicher auch den Weg zu einem antifaschistischen Gesinnungsstrafrecht weiter ebnen helfen.

 

Barbara Hendricks (Umwelt): Wenn wir schon beim Thema Gruselkabinett sind, muß sich dieser Name regelrecht aufdrängen, nicht nur wegen ihres ansprechenden Äußeren, mit dem man ohne aufwendige Maskerade gerne auch mal Kinder erschrecken könnte. Stellen Sie sich vor, die ist auch noch so. Davon kann der CDU-Politiker Hartmut Schauerte ein Lied singen, dem “Burning Barbara” einfach mal so eine brennende Zigarette auf dem Handrücken ausgedrückt hat. Aber das zeichnet unsere neue, moderne CDU ja gerade aus: Die Leidensfähigkeit auf dem Weg zur linken Blockpartei, deren einziges Ziel die Versorgung bestimmter Mitglieder mit ausreichend Posten ist. Der ehem. Parl. Staatssekretär Schauerte hat denn auch auf eine Anzeige verzichtet. Großmut schützt halt nicht vor Dummheit. Frau Hendricks hat von ihrem Ressort übrigens genauso wenig Ahnung wie die meisten ihrer Kollegen von ihrem.

 

Johanna Wanka (Bildung): Johanna wer? Kennt niemand. Die Kanzlerin aber! Vermutlich schätzt sie sicher sehr; denn Frau Wanka könnte fast ein Merkel-Klon sein: Mathematikerin in der DDR und ewige Assistentin (20 Jahre), die man an der Uni fast vergessen hätte, wenn nicht plötzlich die Wende gekommen wäre. Auch wie Merkel war Wanka zuerst bei der FDJ und dann bei irgendeiner Bürgergruppe. In die CDU kam sie natürlich nicht aus Überzeugung (sie hat ja keine), sondern weil in Brandenburg eine Wissenschaftsministerin gefunden werden mußte. Und so stolperte Frau Wanka immer weiter – von der Landtagswahl in Brandenburg 2009, die sie mit satten 19 % als Spitzenkandidatin verloren hatte, gen Niedersachsen und 2013 ins Bundeskabinett, nachdem die „Merkel-Vertraute“ Schavan wegen ihrer erschwindelten Doktorarbeit abtreten mußte.

 

Gerd Müller (Entwicklungshilfe): Ist fast so farb- und profillos wie Frau Wanka. Mit diesem Ministerium hat Genosse Seehofer wirklich den großen Wurf für die CSU gelandet. Politiker, die dieses Ministerium führen, landen nur dann in der Öffentlichkeit, wenn sie wie Amtsvorgänger Niebel Teppiche von Afghanistan nach Deutschland schmuggeln und sich dabei erwischen lassen. Aus Proporzgründen mußte die CSU dem Bezirksverband Schwaben auch ein Ressort gönnen, so daß dem fast schon (zurecht) vergessenen Gerd Müller, ehemals Landesvorsitzender der Jungen Union in den späten 80ern, zwangsläufig dieser Posten zufiel.

 

Demnach ist der Beweis erbracht: In diesem Kabinett gibt es keinen einzigen Konservativen, keinen Marktwirtschaftler, keinen Fachmann und niemand mit Rückgrat, also eine echte SPD-Alleinregierung.  

 

Herzlichen Glückwunsch, Deutschland! („die-echte-csu“)