An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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PROTEST GEGEN DAS WEGDUCKEN DEUTSCHLANDS IN NAHOST

Von Peter Helmes

Liebe Leser,
das weitgehende Stillschweigen, das (fast) Nichtstun und die scheinbare Ahnungslosigkeit der deutschen Politiker angesichts der schrecklichen Zustände im Nahen Osten sind ein Skandal. Die gesamte Bundesregierung scheint in Ferien, das Parlament ist im Sommerurlaub, der stets präsente Bundespräsident und der Bundesaußenminister entsenden der Welt ein paar tröstliche und mahnende Worte, die Opposition ist marginalisiert. Deutschland leistet sich den Sommerschlaf. Uns geht´s ja gut!

Es ist auch kein Trost – und macht die Sache nicht besser – daß die Bundesregierung jetzt ein paar kleine Hilfsmaßnahmen anleiert. Das Ärgerlich daran ist doch, daß sie erkennbar erst jetzt reagiert – zwar nur ganz bescheiden, aber immerhin. Und der eigentliche Skandal ist, daß die Regierung erst bei der Vertreibung der Jesiden aktiv wird, aber bei den vielen hunderttausend Christen vorher passiv geblieben ist.

Wir dürfen aber nicht schweigen und untätig bleiben. Ob Christen, Atheisten oder Andersgläubige: Hier geht es um Krieg und Frieden, somit also auch um die Verteidigung unserer wichtigsten Werte. Da darf niemand reserviert bleiben!


Ich bitte Sie, liebe Leser, schreiben Sie Ihrem Bundestagsabgeordneten, der Bundesregierung („An die Bundeskanzlerin“), dem Bundespräsidenten und dem Bundestagspräsidenten einen Eilbrief, und bitten Sie darin um Stellungnahme. Weiter unten folgt ein Entwurf. (Die Adressen finden Sie am Schluß dieses Artikels.)
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(Hier der Artikel:)

Was tut die deutsche Politik gegen die zunehmende Christenverfolgung im Nahen Osten? Politiker reden und reden, zahlen ein paar Cent – und dann ducken sie weg


Von Peter Helmes

Es ist unfaßbar: Im Irak und in Syrien wüten die Extremisten des “Islamischen Staates”. Sie foltern, mißbrauchen, schächten, zerschneiden Kinder bei lebendigem Leib. Auf ihrem Kreuzzug töten die Dschihadisten unschuldige Menschen aller Religionen und Zugehörigkeiten. Das ist nicht „irgendwo“! Das ist die Wiege der Christenheit – Palästina, Syrien, Irak – wo Christen schlimmer als Vieh verfolgt und abgeschlachtet werden. Kein Tier, keine Bestie, mordet so wie die Fanatiker, die im Namen Allahs – sein Name sei gepriesen – die „Ungläubigen“ niedermetzeln und damit eine zweitausend jährige Kultur auslöschen. Und was tun wir?

Das Letzte, was viele dieser Opfer hörten, bevor man ihnen den Kopf abschlug oder, wie es  Nichtmoslems vorbehalten ist, langsam vom Hals Richtung Nacken abschnitt – eine besonders grausame, menschenunwürdige und das Leiden verlängernde Tötungsform (wird bis heute in Syrien und im Irak etwa angewandt), wobei die Dschihadisten das Abschneiden immer wieder unterbrechen, um sich am Röcheln und Todeskampf ihrer Opfer zu ergötzen) – das Letzte also, was die meisten Opfer hörten, waren hysterische “Allahu-akhbar”-Rufe aus den Kehlen ihrer Mörder. Und was tun wir?

Die Häme der Islamisten, die die Köpfe enthaupteter „Ungläubiger“ auf Zaunpfählen aufspießen, kennt offenbar keine Grenzen. Fassungslos hören wir Abend für Abend in den Nachrichten die Berichte über die Gräueltaten, doch wir tun – nichts. Die Welt schaut weg. Unglaublich! Und was tun wir?

Im Jahr 2003, vor der US-Invasion, gab es rund 1,5 Millionen Christen im Irak. Davon lebten ungefähr 600.000 in Bagdad und um die 60.000 in Mossul. Wer konnte, ist längst geflohen. Mehr als eine Million Vertriebene haben schon Zuflucht gefunden in der Autonomen Region der irakischen Kurden. Wer die Flucht nicht schaffte, ist eher tot als lebendig, verhungert, erschlagen. Und was tun wir?

Was jetzt nötig ist, sind Taten – und nicht nur Worte. Den Hilferuf der Bedrängten, ihnen jetzt wenigstens die entsprechenden Waffen zur Verfügung zu stellen für den Kampf gegen die bestens ausgerüsteten Terroristen, dürfen wir nicht länger ignorieren. Wer nur hohlen Phrasen und hehren Grundsätzen – so ehrenwert sie auch sein mögen – folgt, muß wissen: Keine Waffen in dieses Krisengebiet zu liefern, bedeutet, Verfolgte, wie z. B. die Christen oder die Jesiden, ihren Schlächtern zu überlassen. Das muß auch für die Bundesrepublik Deutschland gelten. Es ehrt ja, wenn man sich gegen Waffenlieferungen in Krisengebiete ausspricht. Aber wenn es keine andere Hilfe gibt, sollte dies das letzte Mittel sein. Deutschland ist gefordert!

Militärgewalt sollte immer die Ultima Ratio bleiben, aber im Irak ist sie offenkundig die einzige Möglichkeit, die tödlich bedrohten Jesiden, Christen und Kurden zu schützen. Doch die vielen Konflikte der vergangenen Jahre, die Zunahme der Brutalität und die Flüchtlingsströme erhöhen den Druck auch auf Deutschland, sich mehr zu engagieren.
Die Diplomatie und die internationale Gemeinschaft unternehmen aber viel zu wenig. Wie lange wollen wir und die internationale Gemeinschaft einschließlich der Arabischen Liga
noch zuschauen? Unternehmen wir wenigstens das, was wir als Leser tun können: Fordern wir die deutsche Politik mit einem Brandbrief auf, endlich zu handeln, um den Christen, Juden, Jesiden und allen Verfolgten im Nahen Osten etwas mehr Hoffnung zu geben. Sonst werden wir mitschuldig vor der Geschichte.

Wir senden ein  fatales Signal
Die deutsche Außenpolitik versucht wieder, ins Abseits zu flüchten und um den Irak einen großen Bogen zu machen. „Warum sollen wir uns denn mit einem Land befassen, das in ethnischen und religiösen Konflikten zu versinken droht?“, scheinen viele zu denken – und gehen zur Tagesordnung über. Das ist feige. Wir brauchen jetzt, und nicht erst morgen, eine Diskussion darüber, wie sich Deutschlands Politik gegenüber dem Irak und Kurdistan künftig entwickeln soll. Jetzt (!) sind Regierung und Parlament gefordert.

***
Hier das Beispiel eines Musterbriefes an einen Bundestagsabgeordneten:

Herrn
Max Mustermann MdB (Adresse siehe unten / oder per e-mail)
Deutscher Bundestag, Berlin

Hilfe für den Nahen Osten

Sehr geehrter Herr Mustermann MdB,
bitte lesen Sie den beigefügten Artikel über das, was ich von der deutschen Politik erwarte, wenn es um echte Hilfe – und nicht nur wohlwollende Worte – für die Verfolgten im Nahen Osten geht.
Das weitgehende Stillschweigen, das Nichtstun und die scheinbare Teilnahmslosigkeit der deutschen Politiker angesichts der schrecklichen Zustände im Nahen Osten sind ein Skandal. Deutschland leistet sich den Sommerschlaf. Uns geht´s ja gut!

Wir dürfen aber nicht schweigen und untätig bleiben. Ob Christen, Atheisten oder Andersgläubige: Hier geht es um Krieg und Frieden und um die Verteidigung unserer wichtigsten Werte. Da darf niemand reserviert bleiben! Und wir dürfen uns auch nicht nur mit Geld aus der notwenigen Hilfe „herauskaufen“.

Ich bitte Sie deshalb – nein, ich fordere Sie auf, der sofortigen Einberufung einer Sondersitzung des Bundestages zu diesem Thema zuzustimmen.

Ebenso fordere ich eine Sondersitzung des gesamten Bundeskabinetts zum Thema Nahost. Und letztlich fordere ich Sie auf, die Öffentlichkeit über die dann beschlossenen Maßnahmen zu informieren.

Deutschland wartet auf Ihr Engagement! Ich bitte Sie: Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht. „Urlaub“ darf  keine Entschuldigung  für unterlassene Hilfeleistung sein.

Bitte teilen Sie mir mit, was Sie zur Lösung bzw. Linderung des Problems unternehmen werden. Ich wäre Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
N. N.  


Die Adresse des Bundestages und des Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Lammert lautet: Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Telefon: +49 (0)30 227 0,
E-Mail: mail@bundestag.de.
Die Mail-Adresse aller Bundestagsabgeordneten ist i. d. R. wie folgt zusammengesetzt: vorname.nachnahme@buntestag.de (Beispiel: max.mustermannfrau@bundestag.de)
www.conservo.wordpress.com
13.08.14

 

 

Konservativ heute – Broschüre

   

Konservativ heißt: Wir tragen nicht die Asche weiter, sondern die Flamme. Worte von Franz Josef Strauß auf einem Kongreß der Konservativen in Berlin. Konservativ – von den Linken und den „Gut-Menschen“ wird dieser Begriff diffamiert. Als rückschrittlich, unmodern, ja sogar gefährlich. Und viele Konservative lassen sich davon einschüchtern. Konservativ – das ist für uns wie ein Ehren-Titel. Professor Dr. Hans-Helmuth Knütter sagt in einer längst überfälligen Broschüre, was konservativ heute bedeutet, und warum wir uns nicht verstecken müssen. Titel der neuen Broschüre: „Im Wirbel des Wandels – Konservativ heute“ (74 Seiten).

 

Sie können die Broschüre kostenlos und unverbindlich bestellen. Sofort lieferbar.  

 

 Hier kostenlos und unverbindlich bestellen: 

info@konservative.de

oder Anruf unter
040 - 299 44 01.

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