An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

Mehr dazu .....

 

 

 

 

   

Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

 Mehr dazu .....

 

 

 

Politik und Medien, Haß und Pegida – ein öffentlicher Aufschrei

Von Peter Helmes

Viele Medien überschlagen sich darin, „die“ Politiker vorzuführen und zu zeigen, wie sie „wirklich“ sind. Politikerschelte ist wohlfeil und sichert den Medienmenschen ihr täglich´ Brot. Da wird vor nichts haltgemacht, nicht vor der Privatsphäre, nicht vor der Familie. Da gefallen sich viele Journalisten in der Rolle des Chefanklägers und Moralapostels. Die Latte der Wohlanständigkeit hängen die Schreiberlinge immer höher, damit immer mehr unter ihnen durchrutschen, die sie dann leicht „bashen“ – vulgo: in die Pfanne hauen – können. Und das machen sie auch gegen das eigene Volk!

 „Auflage!“ rechtfertigt die Mittel
Um sich und den Verlag über Wasser zu halten, scheint jedes Mittel recht. „Auflage machen“ scheint auch Manipulationen zu rechtfertigen. Aber nicht immer offen erkennbar. Vieles spielt sich hinter den Kulissen ab. Der Leser/Hörer kann oft die Zusammenhänge kaum erkennen. Ein Beispiel, das scheinbar harmlos daherkommt:

Zu manchem aufgedeckten Skandal zeichnet ein recht merkwürdiges Rechercheteam verantwortlich: NDR und Süddeutsche Zeitung, häufig mit Begleitmusik der Frankfurter Rundschau und/oder des WDR. Klingt unverdächtig, ist es aber nicht und wohl auch rechtlich bedenklich. Da arbeiten nämlich Journalisten der freien Wirtschaft – also eines Medienhauses, das sich täglich dem Wettbewerb auf dem Markt stellen muß – mit öffentlich-rechtlich angestellten Journalisten zusammen, die aus Häusern kommen, welche aus Steuergeldern finanziert werden und die den harten Wettbewerb auf dem Markt nicht kennen.

Was so harmlos daherkommt, kann aber grobe Wettbewerbsverzerrung sein. Denn ein Privatunternehmen, hier die Süddeutsche Zeitung, kann (nicht muß!) auf diesem Wege auf die riesigen Ressourcen eines öffentlich-rechtlichen Senders zurückgreifen, z. B. die enormen Archive, ein weltweites Korrespondentennetz etc. Da liegt der Vorwurf einer verdeckten Subventionierung des privaten Unternehmens SZ durch die GEZ-Gebührenzahler nahe.
 
Aber auch hier, bei dieser gewiß starken Kooperation, geht es offensichtlich nicht ohne Winkelzüge, wie sie auch bei anderen Medien registriert werden können. Meinungsmanipulation ist offenbar zu einem Standardinstrument der heutigen Medienlandschaft geworden – wie die folgenden Beispiele belegen sollen:

Beispiel 1, „Abhöraffaire Schröder“:

Auch vor Vermengungen wird nicht haltgemacht: Die damals heiße Meldung, der US-Geheimdienst NSA habe auch das Mobiltelephon von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder abgehört, hatte nicht, wie verbreitet, der Investigativverbund SZ/NDR  herausgefunden, sondern die Bild am Sonntag, behauptet undementiert die Frankfurter Rundschau.

Beispiel 2, „Die Lügenpresse und der Sündenbock“:
Thomas Böhm, Berufsjournalist und heute Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“, berichtet unter diesem Titel auf seiner Internetseite (journalistenwatch.com/cms/2014/12/21/die-luegenpresse-und-der-suendenbock/): „Was für ein sensationelles mediales Eigentor. Auf einer Pegida-Demonstration hat ein Panorama-Kamerateam einen RTL-Kollegen interviewt, um ihre Rassismus-O-Töne in den Kasten zu kriegen.“ Der „Interviewte“ äußerte sich – welch´ eine Überraschung – negativ über „zu viele Türken in Deutschland“. Das kam doch wie gerufen und war „O-Ton“! Endlich hatte „Panorama“ einen prima Beweis für die Fremdenfeindlichkeit der Pegida-Truppen!

Was „Panorama“-Zuschauer jedoch nicht erfuhren: Der Mann war in Wirklichkeit RTL-Reporter Felix Reichstein und arbeitete nach eigenen Angaben bereits früher für den NDR.
„Wie wir im Nachgang zur Sendung erfahren haben, handelt es sich bei einem der Demonstranten, die wir vor Ort in Dresden interviewt haben, um einen Reporter von RTL“, teilte der NDR daraufhin flugs mit. „Der Mann hat sich nun bei uns gemeldet und beteuert, daß er eigentlich anderer Ansicht sei und daß diese Aussagen nicht seiner Meinung entsprächen.“

Ist es noch ein Wunder, daß bei den Pegida-Demonstrationen auch Rufe „Lügenpresse“ zu hören sind? Böhm: „Und schwuppdiwupp haben die werten Kollegen von „Spiegel“ und „Zeit“ einen Sündenbock gefunden und können so wunderbar von ihrem eigenen Schwindelkurs ablenken (spiegel.de/kultur/gesellschaft/rtl-bei-pegida-demo-stimmungsmache-fuer-ein-paar-zitate-a-1009755.html).

„…Den Medien hat RTL mit diesem Vorgehen einen Bärendienst erwiesen. Die Kritik von Pegida-Anhängern hat neue Nahrung erhalten. RTL hat eine Vorlage geliefert, Reportern und ihren Berichten weiterhin zu misstrauen. Schon bei der nächsten Pegida-Demonstration am kommenden Montag werden die Berichterstatter zu hören bekommen, dass das Vertrauen weiter gesunken ist. R. wird dann nicht dabei sein. Wie Körner sagte, wurde im Landesstudio Ost erst am Donnerstag bekannt, dass R. sich hatte befragen lassen – nachdem der NDR die ungeschnittenen Aufnahmen veröffentlicht hatte. Die Konsequenzen würden intern erörtert. Er gehe davon aus, dass R. derzeit nicht im Einsatz ist…, schreibt nun die ZEIT (zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/pegida-rtl-reporter-ndr).

Mehr erfunden als gefunden
Was Medienmenschen noch nicht merken: Wir, die Medienkonsumenten, erfahren immer mehr, wie die journalistische Realität heute ausschaut. Es wird selten etwas ge-funden, aber öfter er-funden: Zitate sind so zurechtgeschnippelt, daß sie genau den Sinn ergeben, den der Redakteur sehen will; Bilder werden „gestellt“. Wenn man z. B. keinen „radikalen“ Demonstranten vor die Linse bekommt, „sucht“ man ihn sich in einer Seitenstraße, wo ein williges Subjekt bereits wartet – gegen einen kleinen „Schein“, versteht sich, usw., usw.

Man mag zu Pegida stehen, wie man will. Ein Gutes hat diese Bewegung mindestens erbracht: Jedes „Gespräch“ mit einem  Journalisten ist eines zu viel. Denn so ehrlich es Pegida-Teilnehmer auch meinen, so schnell haben ihnen Medienprofis das eigene Wort verdreht. Thomas Böhm: „Und als positive Nebenwirkung entlarvt diese neue Bürgerbewegung das verlogene System der Mainstream-Presse. Von daher: Weiter so!
Und hier das zu erwartende Update: Der Journalist, der bei einer Pegida-Demonstration in Dresden vor der Kamera des NDR-Magazins Panorama wie ein Protestierender auftrat, ist seinen Job los. Der Arbeitgeber RTL wählt scharfe Worte für die Entscheidung (FAS).Der Sündenbock hat seine Schuldigkeit getan, der Sündenbock kann gehen.
(siehe auch „journalistenwatch.com/cms/2014/12/20/luegenpresse-trifft-luegenpresse/“und  „Macht der Koran kirre im Kopf?“, ebenfalls von Thomas Böhm)


Beispiel 3, „Breites Bündnis Haß“:
Seit heute früh (22.12.) 3 Uhr erfreut mich die ARD in den Nachrichten ihres „Nachtkonzerts“ alle Stunden wieder mit der freudigen Botschaft, „ein breites Bündnis  demokratischer Organisationen“ – gemeint sind wohl die üblichen Verdächtigen der Antifa, also DGB-Gewerkschaftler, Jusos, Grüne, kirchliche Gruppen und alles, was „gegen rechts“ ist – habe in München für heute eine Demonstration „gegen Fremdenhaß und Ausländerfeindlichkeit“ angemeldet. Man erwarte etwa 1.5000 Demonstranten. Nicht gemeldet wird aber, daß alleine die Pegida-Demonstration in Dresden locker 15.000 Demokratie-liebende Bürger auf die Straße bringt und in weiteren Städten ebenfalls viele tausend Menschen.
 
Der Islamkritiker Michael Mannheimer schleuderte am letzten Montag (15.12.) bei der Bonner „Bogida“-Demonstration einige Wahrheiten über islamische Bedrohungen in die Menge. Es waren Fakten, unangenehme Wahrheiten! Zugegeben, hart formuliert, aber klar. Fast alle Medien berichteten von der Veranstaltung und vermeldeten u. a. einen „Haßprediger“, der bei Bogida aufgetreten sei. So ist das also, es wird „Haß“ gepredigt, wenn die Wahrheit unangenehm ist. Macht sich nicht gut in einer Stadt, die inzwischen nicht nur vom Islam geprägt ist, sondern auch ein „Juwel“ der islamischen Ideologie aufzuweisen hat, die „König Fahd-Akademie“ in Bonn-Bad Godesberg (eine gGmbH mit dem Alleingesellschafter Königreich Saudi-Arabien). Die Akademie untersteht juristisch nicht der deutschen Schulaufsicht und richtet seinen Unterricht auch nicht nach deutschen Lehrplänen.

Von „haßerfüllten Kreuzzügen“ und den „Islamfeinden“ Juden und Christen

Der Fahd-Akademie wurden immer wieder Verbindungen zu islamistischen Kreisen vorgeworfen. Im Juni 2004 berichtete die FAZ, daß in der Moschee der Fahd-Akademie während des Freitagsgebetes zum „Heiligen Krieg“ gegen Nichtmuslime aufgerufen wurde und sich in deren Umfeld muslimische Extremisten aufhalten. Daraufhin seien die Schulbücher durch das Land NRW untersucht worden. Und siehe da (FAZ 24.6.2004):
„Ein Lesebuch für die sechste Klasse entfaltet eine besorgniserregende antiwestliche und antijüdische Geschichtssicht. Unter einer Landkarte Saudi-Arabiens und des Mittelmeerraums heißt es: „Das ist deine islamische Gemeinschaft (...), die eine glorreiche Geschichte hat, angefüllt mit Dschihad, wohlriechend von Opfern, voll von Triumph über einen Zeitraum von mehr als 1400 Jahren. (…) Die Welt hat von der Zivilisation und Kultur der islamischen Gemeinschaft viel empfangen, aber die haßerfüllten Kreuzzüge, die sich auf die Hinterhältigkeit der Juden und auf deren Verrat gestützt haben, haben auf die Zerreißung der islamischen Gemeinschaft hingearbeitet. (…)  Als Feinde gelten Christen und Juden gleichermaßen, der Kampf gegen sie wird verherrlicht („wohlriechend von Opfern“). Von Toleranz gegenüber Andersgläubigen als Erziehungsziel kann in diesem wie in anderen Texten keine Rede sein. In einem Religionsbuch für die erste Klasse fordert eine didaktische Anweisung die Lehrer dazu auf, „zu verdeutlichen, daß außer dem Islam keine Religion wahr ist, etwa das Judentum oder die Nazarenerreligion“.

Pegida-Demonstranten weisen auf die Gefahr hin, die vom Islamismus ausgeht, und klagen,   Politiker und Journalisten hätten sich immer weiter von der deutschen Wirklichkeit entfernt.  Ich habe mit vielen Pegida-Demonstranten gesprochen. Es sind fast ausschließlich Bürger wie Du und ich – ein paar Holzköppe gibt es überall, das gehört wohl zu jeder Gesellschaft. Es findet sich aber niemand, der unsere Werteordnung nicht verteidigen will. Hört man jedoch Politiker und gewisse Medienvertreter, wird dort nur „Haß“ gepredigt.

„Leider lassen die ersten Reaktionen, vor allem aus der Politik (…) weder erahnen, dass man den Mut aufbringt, die mit der Zuwanderung verbundenen Probleme zu benennen und zu beheben, noch den Willen erkennen, sich mit den Sorgen und Emotionen vieler Bürger auseinanderzusetzen. (…)
Was (als Feindbild) früher das Judentum gewesen sei, sei heute der Islam. Das ist ein furchterregend abwegiger Vergleich (...) Hier soll nicht mehr argumentiert werden, hier wird einfach nur tabuisiert. Wirkungsmächtiger könnte man für Pegida nicht werben (...)
Aber wahr ist auch: Eine unkontrollierte Einwanderung ist nie nur ein Gewinn. Es gibt unter Migranten mehr Arbeitslose als im Durchschnitt der Bevölkerung und unter Ausländern mehr jugendliche Kriminelle, was oft soziale Ursachen hat. Die Terrorgefahr auf der ganzen Welt ist eine islamische. Nur bringt es viele Menschen zur Raserei, wenn die Politik auf diese Probleme mit Verharmlosung und Sprechverboten reagiert…“


Harte Sätze und Worte, die klingen wie Mannheimer. Ehe aber jetzt ein Rudel aufgebrachter Antifanten über mich herfällt: Diese Sätze stammen nicht von mir, sondern von einem des Faschismus oder des Rechtsradikalismus gewiß Unverdächtigen, nämlich von dem Halbitaliener Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT
(Ausgabe  52/2014). Man glaubt es kaum. (Hervorhebungen in den Lorenzo-Zitaten von PH)

Antifa fördert Deutschenhaß
Verdammt nochmal, ich habe die Anti-Pegidahetze satt! Wer zeigt hier denn Haß? Man sollte nicht oft „ich“ schreiben, aber jetzt tue ich´s. Mir reicht es! Ich habe viele Jahre meines Lebens im Ausland – in fast allen Erdteilen – verbracht, hatte (und habe) auch Wohnsitz und Lehraufträge in anderen Ländern, kann mich in fünf Sprachen verständlich ausdrücken und trage voller Stolz den „Pour le Mérite Européen“, den mir weiland EU-Kommissionspräsident Gaston Thorn überreicht hat – verliehen wegen meiner „Verdienste für die Förderung der Verständigung der Europäischen Völker untereinander“. Ich begrüße jeden Ausländer, der sich in unser Land, unsere Sitten und Gebräuche (besonders zu Weihnachten) integriert und unsere Sprache spricht. Er ist gewiß eine Bereicherung unserer Gesellschaft.

Aber es erfüllt mich mit Zorn und Wut, nun das Etikett angeklebt zu kriegen, ich sei ein „Fremdenhasser und Ausländerfeind“, weil ich mich um mein Vaterland und sein Selbstbestimmungsrecht sorge. Wir sind ein von Antifanten (Anti Faschisten) verderbtes Land geworden. Fremdenhaß gehört (zu Recht) bestraft, aber muß man deshalb Deutschland- und Deutschenhaß fördern? Ich wünsche Pegida viel Erfolg – und uns allen eine bessere Politik!