An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Konservative Kommentare März 2016   

 

 

Die AfD und der Irrweg der kath. Kirche – Verneigung vor dem Zeitgeist
Verwirrende katholische Funktionäre
Es sieht leider so aus, daß weite Teile der katholischen Kirche bzw. des Klerus und der Funktionäre die Orientierung verloren zu haben scheinen. Da werden plötzlich Traditionen, Überzeugungen und Werte über den Haufen geworden, als stehe die deutsche katholische Kirche unter einem Zwang, sich dem Zeitgeist anzupassen. Ich wundere mich schon lange nicht mehr, daß Papst Benedikt VI. zurückgetreten ist. In einer solchen Kirche möchte ich nicht Papst sein.

Dies gilt in besonderem Maße für das ZK (Zentralkomitee) der Deutschen Katholiken, eine Organisation, die immer wieder Kopfschütteln hervorruft (wir haben oft darüber berichtet). Weiter unten folgt der Artikel aus „pi-news“, der den neuesten Katholikenschreck vorstellt.

Kirche in Not
Was tun die „Gläubigen? Sie laufen weg – in hellen Scharen! Weltweit verzeichnet die Katholische Kirche Wachstum, auch in Europa, nicht aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Gründe dazu sind in allen drei Ländern gleich: Der Modernismus vertreibt die Gläubigen.

Man kann es mit einfachen Worten sagen: Solange die Kirche in ihren inneren Werten stabil blieb, solange blieb auch die Zahl der Gläubigen, gemessen an der Gesamtbevölkerung, stabil. Das ändert sich seit einigen Jahren, seit etwa 1970, dramatisch.

Vor rund sechzig Jahren gehörten in der Bundesrepublik Deutschland noch 96,4 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an. Der Prozentsatz fällt seitdem kontinuierlich in beiden großen Kirchen. Seit dem Jahre 1990 fiel die Zahl der Katholiken um 16,1 Prozent, die der Protestanten um 22,6 Prozent. 1990 machte der Anteil der Katholiken noch 35,4 Prozent aus, betrug aber 2010 nur noch 29,9 Prozent (24,2 Millionen Katholiken). Von 1990 bis 2013 traten 3,2 Millionen Bürger aus der Katholischen Kirche aus und nur 0,25 Millionen ein.

Die Bibel ist keine politische Handelsanleitung, kein politisches Vademecum durch die Fährnisse des (Wirtschafts-)Lebens. Das lernte man in meiner Generation schon in der Christenlehre in jungen Jahren. Heute scheint dies verschüttet vom Bekenntnis zum Zeitgeist. Und überhaupt, „Christenlehre“: verstaubt, vermufft, von gestern!

Für intelligente Menschen sei die Haltung der katholischen Kirche kaum hinnehmbar, der Protestantismus sei einfach moderner, meinen die „modernen“ Katholiken. „Jeder intelligente Katholik ist deshalb im Innern Protestant“, behauptet Geißler. Viele Katholiken litten an ihrer Kirche, sagt auch Barbara Hendricks. Doch die Umweltministerin, die mit einer Lebenspartnerin zusammenlebt, weiß auch, wie man damit umgehen kann. „Wir rheinischen Katholiken machen uns unseren Katholizismus ohnehin selbst”, sagt sie. Auf solche Bibelforscher kann ich von Herzen gerne verzichten.

Mit einer explizit katholischen CDU, das glauben Merkel & Genossen, sei heute kein Staat mehr zu machen, geschweige denn eine Wahl zu gewinnen. Die CDU weg von den alten „katholischen” Positionen hin zu den modernen „protestantischen” Positionen zu bewegen, habe sich ausgezahlt. Auch für linksliberal gesinnte Protestanten sei es heute kein Problem mehr, CDU zu wählen, tönen sie. Und setzen noch eins drauf: Für den politischen Katholizismus sei hingegen Besserung nicht in Sicht.

Und wie ist die Realität: Die CDU verliert Wahl für Wahl, besonders auf dem Land, wo noch alte Überzeugungen etwas galten. Der angepaßte Modernismus hat der CDU nicht nur nichts eingebracht, sondern ihr geschadet. Die „Wende“ war eine Wende ins Abseits – ob unter Kohl oder unter Merkel. Mir ist es unbegreiflich, wie solches als Erfolg gefeiert werden kann. Spiegelbildlich zur Situation der katholischen Kirche:

Der tiefere Grund für die Entwicklung in der Union und in der Gesellschaft sowie in der katholischen Kirche im Besonderen in den letzten Jahrzehnten liegt auf der Hand. Und: Er ist hausgemacht! Es gibt genügend Hinweise, Beiträge und Kritiken an den Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur, die darauf hinweisen, daß in der „heiligen Mutter Kirche“ schon seit langem alles, aber auch wirklich alles aus dem Ruder läuft. Und das vielleicht Schlimmste an dieser Entwicklung ist, daß die Mehrzahl der Vertreter der Kirche Jesu Christi dabei mitmacht.

Vielleicht dämmert es dem einen oder anderen Berufs-Katholiken im ZK, daß sich seine Kirche auf dem Holzweg befindet. Doch was machen sie? Sie schlagen wild um sich – wie die Staatsmänner, die einen Feind im Ausland anprangern und gegen ihn Krieg führen (wollen), um vom eigenen Versagen abzulenken. Im Klartext: Die Kirche hat einen neuen Gegner gefunden: die AfD – der neue Gottseibeiuns! Wahrscheinlich liegt dabei der Gedanke nicht ferne, man könne (vielleicht bitte doch) die Katholiken in der AfD exkommunizieren. Zuzutrauen wäre es manchen dieser vernebelten Hirnis durchaus. Lesen Sie den nachfolgenden Artikel aus „Politically Incorrect!

Schlußkommentar Peter Helmes: „Oh Herr, laß Hirn regnen – auf Gläubige und Ungläubige! Oder: Warten wir auf Pfingsten! Vielleicht bringt der Heilige Geist bessere Erkenntnisse!“

Hier der Artikel aus „pi-news“:
„Die katholische Kirche als Hure der Mächtigen?“
Thomas Sternberg ist ein frommer Mann, ein frommer und demokratischer Mann. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat seine Lehre aus der Geschichte gezogen, als die Katholische Kirche sich bis zuletzt zur Hure der Mächtigen machte und über die „Rattenlinie“ führenden Vertretern der Nazis eine Fluchtmöglichkeit eröffnete. Sternberg will es jetzt besser machen. Jetzt fühlt die Kirche sich nicht mehr der Diktatur verpflichtet, sondern der Demokratie. Und dem Guten.

Sternberg hört also genauer hin: Ein klein bisschen so wie damals versichern ihm die Mächtigen, dass sie jetzt nur das Beste für die Menschen wollen und dass sie die wahren Demokraten sind. Und wenn jemand das infrage stellt, dann will er also nicht das Beste für die Menschen. Und demokratisch ist er dann auch nicht mehr. So wie die AfD. Sternberg hat verstanden.

Seine erste Schlussfolgerung: Weil die AfD das Böse will, darf sie eigentlich nicht gewählt werden. „Wir als Christen müssen in dieser Situation klarmachen: Bestimmte Dinge tut man nicht“, betonte er.

Nun haben aber viele seiner Schäfchen, ganz entgegen seinem Wunsche, in Hessen doch die AfD gewählt. Was schließt der Kirchenmann daraus? Dass man das als freie Wahl akzeptieren muss, als Demokrat? Ergebnis der freien Diskussion in der freien Gesellschaft? Irgendwo da liegt der Hund begraben.

Der ZK-Vorsitzende erkennt schnell, dass führende Vertreter der AfD wohl zu oft ihre Meinung sagen durften, ganz entgegen dem Wunsche der katholischen Kirche und ihrer Herren und deren Gepflogenheiten. Und das auch noch im staatlichen Rundfunk, in der ARD. Sternberg ätzt gegen die Abtrünnigen:

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, gibt den Medien eine Mitverantwortung am aktuellen Höhenflug der rechtspopulistischen Partei AfD.

„Ein Mann wie zum Beispiel der thüringische AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke wäre heute nicht bekannt, hätte er nicht im Oktober in der Talkshow von Günther Jauch auftreten dürfen“, sagte Sternberg der „Augsburger Allgemeinen“. Sternberg forderte, Rechtspopulisten weniger mediale Aufmerksamkeit zu schenken. […]

Auch die Bekanntheit der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch führt der Chef der katholischen Laienorganisation unter anderem auf einen Auftritt in der ARD-Talkshow „Anne Will“ zurück. Sternberg stellte klar, dass mit Bürgern, die „eine radikal andere Meinung haben, unbedingt“ gesprochen werden müsse.

Vertreter von „Sammelbewegungen, die sich dieser Menschen bedienen“, müssten jedoch nicht durch Einladungen ins Fernsehen bekannt gemacht und „geadelt“ werden.

Der Demokrat Sternberg, der fromme Kirchenmann Sternberg, der Herr über Millionen Katholiken will das nicht. Die Mächtigen wollen es nicht und er auch nicht.

Die AfD ist schlecht. Die Wahlergebnisse sind schlecht. Die freie Meinungsäußerung ist schlecht. Die Wahlergebnisse als Resultat einer freien Meinungsäußerung sind schlecht. Und wer die einseitige Berichterstattung der Medien „Lügenpresse“ nennt, nähert sich in seiner Weltsicht dem „Gott-sei-bei-uns“.

Für einen katholischen Christen wie Sternberg gibt es da nur eine Lösung. Verbieten! Das klappte früher ganz gut bei der Katholischen Kirche. Das könnte auch wieder klappen. Für das Gute und gegen das Böse. Für die Demokratie. Für die freie Meinungsäußerung. Für Toleranz, für Diskussion, für das Ernstnehmen des Anderen usw. Sternberg geht mit gutem Beispiel voran und bekräftigte daher auch die Ausladung der AfD vom Deutschen Katholikentag Ende Mai in Leipzig. (Quelle: http://www.pi-news.net/2016/03/die-katholische-kirche-als-hure-der-maechtigen/)
(Wer dem noblen Herrn Prof. Dr. Sternberg schreiben möchte (bitte sachlich und höflich), hier der Kontakt: thomas.sternberg@landtag.nrw.de.)
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Tötung von 46 Mio. ungeborener Kinder jährlich weltweit – ein Skandal!
„Abtreibung“ und Euthanasie – Suizid am eigenen Volk
Auf diesem Forum habe ich schon viele Male Klage gegen die große Zahl von Tötungen ungeborener Kinder im Mutterleib Klage geführt. Weltweit werden jährlich ca. 46 Millionen ungeborene Kinder im Mutterleib getötet, davon 8 Millionen in Europa.

Was verbal verharmlosend Abtreibung genannt wird, löst keine Probleme, sondern schafft viele zusätzlich. Doch der Zeitgeist weht seit langem zugunsten der Freigabe von Abtreibungen. Proteste dagegen scheinen nichts zu nutzen. Im Gegenteil, wer sich wehrt, wird ausgegrenzt: Wer sich gegen die „Frühsexualisierung“ unserer Kinder wehrt, wer also (auch verborgen gehaltene) Pädophilie in Kindergarten und Schule nicht mitträgt oder dafür eintritt, daß Ungeborene leben (dürfen) – also gegen „Abtreibung“ demonstriert – stellt sich automatisch außerhalb unserer Gesellschaft.

Daß wir uns nicht mißverstehen: Ich lebe seit frühester Kindheit mit Hunden und Katzen und bin Mitglied im Tierschutzverein. Ich liebe Tiere. Aber ich achte auch die Menschen. Und da stößt mir – und gottseidank nicht nur mir – sauer auf, daß hierzulande gegen das Schlachten trächtiger Kühe lautstarker Protest organisiert wird, während man auf ähnliche Proteste und Pressestimmen(!) gegen das Abschlachten ungeborener Kinder im Mutterleib – verharmlosend „Abtreibung“ genannt – vergeblich wartet. Das Leben, das (medizinisch unbestritten) bereits vor der Geburt beginnt, ist ein Geschenk, das man gerade in einer so reichen Gesellschaft wie der unseren nicht wegwerfen darf. Abtreibung und Euthanasie sind die zwei Seiten einer Medaille. Das wird auch nicht dadurch besser, daß man das eine „Selbstbestimmungsrecht der Mütter“ und das andere „Sterbehilfe“ nennt.

In beinahe allen europäischen Staaten wird dieser Suizid der eigenen Völker praktiziert und auch noch als Menschenrecht gefeiert. In den meisten Staaten wird aber insofern zumindest theoretisch am Lebensschutz für die ungeborenen Kinder festgehalten, als irgendwelche sozialen oder gesundheitlichen Probleme als Vorwand herangezogen werden, dieses straffreie Töten von Menschen zu erlauben. Meist ist auch noch eine Pflichtberatung gesetzlich vorgesehen wie in Deutschland, wo das Verfassungsgericht sogar daran festhält, daß das ungeborene Kind ab der Empfängnis von Gesetzes wegen zu schützen ist – aber niemand sich daran zu halten scheint.

Die Befürworter dieser „ Fristenlösung“ finden es „geschmacklos und empörend“, wenn Parallelen zur national-sozialistischen „Endlösung“ gezogen werden, obwohl die Vergleichbarkeit auf der Hand liegt. Hier wie dort wurde bzw. wird eine Gruppe von Menschen rechtlos gestellt, sodaß deren Angehörige problemlos getötet werden können. Und es läßt sich nachweisen, daß die Kinder im Mutterleib Angst vor den Instrumenten des Abtreibers empfinden und ihr Zerfetztwerden bewußt erleben.

Abtreibungsstaat Deutschland
Als ob die derzeit geltende Regelung nicht schon genug (des Schlechten) sei, werden von Seiten des politischen Establishments – mal offen, mal versteckt – neue Wege gesucht, um noch mehr ungeborene Kinder töten lassen zu können. Alle derzeit im Bundestag vertretenen Parteien, auch CDU und CSU, die für die gültige „Fristenregelung“ gestimmt haben, tragen eine Mitverantwortung dafür, daß die straflose Kindestötung sozusagen geltendes Unrecht geworden ist. Weil nicht die Kinder, sondern die Täter und ihre Verbrechen geschützt werden, wird zudem unser Rechtssystem immer mehr ausgehöhlt. Deutschland ist – wie weiland schon in der DDR praktiziert – wie viele andere Länder auch, damit ein „Abtreibungsstaat“ geworden.

„Pro Familia“ z. B., die die Kampagnen der Abtreibungsbefürworter unterstützt und vorgibt, die Menschenwürde ebenfalls schützen zu wollen, unterhält eigene Tötungsambulanzen, in denen der Babymord im Mutterleib durchgeführt wird. Die daraus erzielten Einnahmen sind nicht unerheblich und liegen bei mehreren Millionen Euros. Daß sich mit dem Zeitgeist verbundene auch die humanistischen und feministischen Verbände seit Jahrzehnten für die vorgeburtliche Kindestötung als „Menschenrecht“ einsetzen, ist nichts Neues.

Seit Ende der sechziger Jahre setzten sich diese linken Genossen für ein sog. „Recht auf Tötung seines Kindes vor der Geburt“ ein und sind dafür verantwortlich, daß in den letzten 50 Jahren allein in Deutschland mindestens 10 Millionen Kinder vor ihrer Geburt getötet wurden, zu 90% finanziert durch den deutschen Staat.

Bevölkerungsloch durch Zuwanderung gestopft
Das entstandene Leid in den Familien ist hinter einer Mauer des Schweigens gebunkert. Und das durch die Kindestötungen entstandene Bevölkerungs- und Pensionsloch soll augenscheinlich durch Massenzuwanderung „gestopft“ werden, wodurch sich weitere Konfliktfelder auftun. So entstand nicht nur in Deutschland eine Alterspyramide, in der die jungen Menschen weitgehend fehlen. Wissenschaftler warnten schon in den siebziger Jahren vor dem Dilemma, daß ein Land ohne Kinder, ohne Nachwuchs, zugrunde gehen und sich aus der Geschichte verabschieden wird. Doch die damaligen verantwortlichen Politiker blieben gehörlos.

In das Vakuum, das durch die Tötung der ungeborenen Kinder entstanden ist, strömen nun Migranten nach Europa mit ihren zahlreichen Kindern. Es kann sich jeder ausrechnen, wie viele Menschen noch kommen werden, um dieses Vakuum wieder zu füllen. 50 Jahre nach der sog. sexuellen Kulturrevolution mit all ihren negativen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft sehen sich die europäischen Staaten einer Flüchtlingswelle unvorstellbaren Ausmaßes gegenüber.
Es ist ein Gebot der Stunde, dieses Unrecht und diese Ungeheuerlichkeit aufzuzeigen. Es muß noch Menschen geben, die sich ihrer Verantwortung vor Gott und der Geschichte bewußt sind und sich nicht scheuen, ihre staatsbürgerlichen Rechte auch auszuüben.

Die Amtskirchen haben sich offenbar (wieder) arrangiert
Allen späteren Beteuerungen zum Trotz haben die beiden großen christlichen  Kirchen aus ihrem Desaster im Umgang mit den Nazis vor 75 Jahren nichts gelernt. So wie sie sich damals (insbesondere die Protestanten) mit dem politischen Machthabern arrangiert und viele vom Regime Verfolgten im Stich gelassen haben (solange, bis sie selbst zur Zielscheibe wurden), so haben sie sich auch heute arrangiert und die Ungeborenen und ihre Mütter bzw. Eltern im Stich gelassen.

Der Drang zum „Appeasement“ eines Großteils der Priester, sich mit der Politik und den Mächtigen gutzustellen, wirkt nach wie vor stärker als die Verpflichtungen, die sich aus dem Evangelium ergeben. Die Tatsache vieler Kindesabtreibungen auch in katholischen Kernschichten wird genauso geflissentlich ignoriert wie die Enzyklika "Evangelium Vitae" von Papst Johannes Paul II. und die Erfahrungen der „Pro Life“-Bewegung. Die Bischöflichen Ordinariate sind mehr mit regelmäßig aufbrechenden Skandalen und Intrigen beschäftigt, anstatt zunächst vor der eigenen Tür zu kehren, die eigenen Sünden zu bereuen und dann gemeinsam mit (z. B.) den „Pro Life“-Organisationen glaubwürdig für das Lebensrecht der Ungeborenen einzutreten. Gemessen an den letzten 75 Jahren ist von der Amtskirche beim Lebensschutz nichts zu erwarten – außer es geschieht ein Wunder.

Nach den Ungeborenen sind als nächstes die Alten dran
Kindesabtreibung und Euthanasie bleiben „siamesische Zwillinge“. Wer für das eine (Kindesabtreibung) eintritt, muß (früher oder später) auch für das andere (Euthanasie) sein. Wenn das österreichische Parlament heute noch mehrheitlich gegen Euthanasie ist, wird sich das morgen sicher ändern. Die innere Logik der (verlogenen) Selbstbestimmung verlangt das zwangsläufig. Dazu kommt noch der wirtschaftliche Druck der (durch die Kindestötungen verursachten) Überalterung der Gesellschaft. Und es ist auch keine Überraschung, daß sich auch hier die menschenverachtenden Grünen besonders starkmachen.

Doch die Sprache verändert sich positiv, wenn auch nur mählich
Die Sprache ist ein wichtiges Hilfsmittel, um Änderungen im Bewußtsein der Gesellschaft anzustoßen, und da hat sich im Kampf um das Lebensrecht Ungeborener sichtbar und nachhaltig einiges verbessert. Der positiv besetzte Begriff „ungeborenes Kind“ hat mittlerweile in den allgemeinen Sprachgebrauch Einzug gehalten, was einen wichtigen Etappensieg darstellt. Es mehren sich nun Zeugnisse von Müttern, die ihr mit Abtreibung verbundenes Leid schildern, es mehren sich die Zeugnisse von ehemaligen Kinderabtreibungsärzten und Abtreibungsklinikbetreibern, die zur Besinnung gekommen und umgekehrt sind, es mehren sich die Berichte von Vätern, die ihre Hilflosigkeit bei der Tötung der eigenen Kinder erkennen – die Mauer des Schweigens beginnt zu bröckeln.

Der Blutzoll der Ungeborenen in den letzten vierzig Jahren war enorm. Eine Gesellschaft, ein Land, das seinen eigenen Nachwuchs im großen Stil beseitigt hat und immer noch beseitigt, so ein Land hat sich innerlich entschlossen zu sterben. Wer das nicht will, der muß sich mit allen seinen Kräften dagegen wehren, auch öffentlich! Wie lange es auch immer dauern mag und wie hart die Auseinandersetzung auch sein möge!

Wer in Deutschland mit den Grünen koalieren will, verkauft seine Seele.

Es tut in der Seele weh, daß in westlichen, in sogenannten „zivilisierten“ Ländern täglich tausende Kinder bei lebendigem Leib zerfetzt werden. Klaus Hildebrandt, ein katholischer Mitstreiter, der hier schon häufig zu Wort kam, gehört zu den Kräften, die ich vorhin gemeint habe – er gehört zu denen, die laut mahnen und sich nach Kräften wehren. Er schreibt dazu:
(Von Klaus Hildebrandt Hildebrandt.Klaus@web.de):
Für diejenigen, die sich für das Thema Abtreibung/Lebensrecht – und sich insofern für wahre Menschenrechte – interessieren und möglicherweise engagieren, hier eine CitizenGo-Petition an den irischen VN-Botschafter sowie den VN-GS Ban Ki Moon selbst.

Petition zu Abtreibung und Genderwahn; Blamable Rolle der Vereinten Nationen
Es geht um eine gravierende Verletzung der VN-Kinderkonvention bzw. -Deklaration, konkret um eine Entschließung des ausgerechnet zur Überwachung der Konvention eingesetzten Ausschusses für die Rechte der Kinder, die Abtreibung in Irland und weiteren Ländern nun "endlich entkriminalisieren" will. CitizenGo weist darauf hin, dass die Deklaration aus dem Jahre 1989 seinerzeit sogar ausdrücklich den besonderen vor- und nachgeburtlichen Schutz von Kindern beabsichtigte. Wenn ich das richtig sehe, dann fordert der Ausschuss damit sogar das Recht auf Abtreibung für Mädchen. So läuft das in New York am Hauptsitz der zukünftigen Weltregierung, die dann in vielleicht schon in einem halben Jahrhundert über uns allen stehen wird. Die VN sind ein finanzieller und ideologischer Wasserkopf, an dem sich viele gut und bestbezahlte Mitarbeiter und selbsternannte "Experten" – ähnlich wie wir es schon hierzulande und gerade auch von der EU kennen – selbstverwirklichen.
 
Die Kinderkonvention fußt auf der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte aus dem Jahr 1948 und sollte eigentlich Kinder in allen Lebenslagen schützen. Was im Laufe der Jahrzehnte daraus geworden ist, sieht man jetzt, ganz ähnlich wie in Deutschland (s. auch Abschaffung der traditionellen Familie). Die gezielte Verdrehung und Umdefinierung von einst auf christlich-moralischem Verständnis erfolgter Kodifizierung von Menschenrechten ist eine direkte Folge von Gender Mainstream, der ursprünglich ja mal dem Schutz von Minderheiten dienen sollte und heute die Begriffe Mehrheit und Minderheit völlig auf den Kopf stellt.  Das sind alles deutliche Zeichen, dass wir mit unseren Freiheiten in der heutigen Spaßgesellschaft nicht mehr verantwortlich umgehen. Zur Verdeutlichung füge ich Kopie eines kleinen Artikels bei, den ich vor einigen Tagen der Zeitung entnahm. Das sind die Vorbilder um die es geht und die sich gerne zum Maßstab der Menschenrechte erheben. Elton John ist übrigens homosexuell und vermutlich auch gerne.
 
Dazu passend, füge ich den Kommentar eines intelligenten und wachsamen Bürgers, Thomas Adam, bei (s. ganz unten), warum ich wegen des aktuellen politischen Bezugs auch die gängigen Parteien, die Deutsche Bischofskonferenz, die EKD sowie den Ständigen Vertreter Irlands bei den Vereinten Nationen in New York, David Donoghue, mitlesen lasse.
 
Bitte unterzeichnen Sie diese Petition (siehe Text „SIGN“ weiter unten), auch wenn sie wohl kaum was bringen wird. Der Mensch lebt von der Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt. Hier der Text:
Stop UN Imposing Its Abortion Agenda on Ireland and other small/developing countries
(Gesendet: Freitag, 12. Februar 2016 um 07:28 Uhr, Von: "Greg Jackson | CitizenGO" petitions@citizengo.org)


Revolutionäre Strategie von sozialistischen Bildungspolitikern
Und hier der Text des von Klaus Hildebrandt erwähnten Thomas Adam:
(Gesendet: Samstag, 13. Februar 2016 um 00:36 Uhr, Von: "Thomas M. Adam" thomas_adam@t-online.de)
Betreff: 22-Minuten-Vortrag Prof. Dr. Wolfgang Leisenberg)


Sehr geehrte Damen und Herren,
der im nachfolgenden Link enthaltene Vortrag beschreibt kompakt die revolutionäre Strategie von sozialistischen Bildungspolitikern im Konzert mit ebensolchen „Wissenschaftlern“. Alles soll an der breiten Öffentlichkeit vorbei, möglichst ohne Diskussion und kritische Würdigung „top down“ umgesetzt werden. Wenig demokratisch aber sehr effektiv. Dies ist in einigen sozialistisch „inspirierten“ Bundesländern bereits hervorragend gelungen, die Strategie ist dort aufgegangen. In Baden-Württemberg hat es erfreulicherweise nicht so geklappt, die Öffentlichkeit ist sich des Skandales mehr und mehr bewusst geworden und sie leistet Widerstand.

Der „nette Hr. Kretschmann“ verliert seine bürgerliche Maske und seine Wiederwahl steht in den Sternen. Für die CDU müsste der Fall eigentlich klar sein, sie müssten frontal gegen diese Politik vorgehen. Aber was werden Sie tun? Die Basis hat jedenfalls verstanden. Hören Sie diesen aufschlussreichenVortrag und beurteilen Sie selbst, ob wir unsere Kinder und Enkelkinder diesen Ideologen überlassen wollen und akzeptieren, dass unsere Elternrechte und elterliche Autorität mehr und mehr untergraben werden. Wenn Sie ebenso alarmiert sind über diese Politik wie viele, dann könnten Sie diesen Aufklärungsvortrag so gut wie es geht mit Ihrer Empfehlung weiterverbreiten. Helfen Sie mit diesen Wahnsinn zu stoppen.
Herzlichen Dank, Thomas M. Adam
Anlage: https://www.youtube.com/watch?v=5u9OQp0u-ko ((Vortrag von Dr. Leisenberger)
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorfrühlings- und eine besinnliche Rest-Fastenzeit, ein gesegnetes, frohes Ostern,  zudem den Schutz Gottes und, wie stets an dieser Stelle, uns allen eine bessere Politik.
Mit herzlichen Grüßen und bestem Dank für Ihre Treue,
Ihr
Peter Helmes
Hamburg, 9. März 2016
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P. S.: Und wie immer, noch ein Postscriptum
Schweiz: Wahlergebnisse der Christdemokraten (und andere),

mein kritischer und treuer Leser U. M., Dortmund, sandte mir dankenswerterweise folgenden Hinweis, der jeden Christdemokraten nachdenklich stimmen sollte:

CDU/CSU haben zur Zeit 49 % aller Sitze im Bundestag. Kürzlich wählte der Schweizer Kanton Sankt-Gallen sein Parlament. 1964 hatte die CDU-ähnliche Christlich-Demokratische Volkspartei (CVP) dort 48 % der Sitze, seit gestern weniger als 22. Und das hat wohl nichts damit zu tun, daß die CVP rein katholisch ist. Denn die evangelisch-linkspietistische (der Ev. Allianz verbundene) Ev. Volkspartei (EVP) verlor ihre beiden Sitze. Und die CDU-ähnlichen, nichtkonfessionellen Parteien Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) und Grünliberalen (GLP) verloren 5 von 7 Sitzen. Und in den Niederlanden ging der katholisch-evangelische Christlich-Demokratische Appel (CDA) von früher praktisch immer 50 % der Sitze auf 8,5 % heute zurück (ähnliche Entwicklungen in Italien und Belgien). Sozialdemokraten und Grüne stagnierten in Sankt-Gallen. Es gewannen die Schweizer FDP und die Schweizer Volkspartei, beide liberalere Varianten von FDP und AfD: Sie stellen jetzt 55 % der Abgeordneten....

 

 

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