An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Konservative Kommentare November 2013 

Liebe Leser,
an dieser Stelle veröffentliche ich regelmäßig einmal im Monat meist kritische und bissige Kommentare – aus konservativer Sicht versteht sich – zu Themen bzw. Vorgängen, die in den Medien selten oder gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden. Ich freue mich stets über Kritik und Anregungen, die Sie mir direkt (Peter.Helmes@t-online.de) zusenden können.

Zur Energie-Debatte – „Deutscher Weg“ ohne Nachahmer
Fukushima und die Folgen einer verfehlten Wende – so könnte der Titel des Dramas lauten, das derzeit in diesem unseren Lande aufgeführt wird. Die Hauptdarsteller tragen bedeutende Namen: Merkel, Gabriel, Altmeier, Seehofer, Röttgen usw. – allesamt große Energiewendehälse unserer demokratischen Republik. Der „Atomkatastrophe“ von Fukushima wurden mal eben 15-18.000 Tote zugeordnet, die in Wirklichkeit an den Folgen eines Tsunamis sterben mußten. Es reichte aber allemal, um hierzulande die Kernkraft zu verteufeln und radikal umzusteigen auf „erneuerbare Energien“ – wozu dann flugs ein „EEG“ (Erneuerb. Energien-Gesetz) mit heißer Nadel und heißem Herzen, aber ohne kühlen Verstand gestrickt wurde. Nun „laufen“ die Maschen des EEG-Netzes.

Drohende Deindustrialisierung Deutschlands
Langsam dämmert es unseren geliebten Führern, daß sie auf dem Holzweg sind. Von einer „nahezu kostenlosen Energierevolution“ spricht schon lange niemand mehr – sehen wir ´mal von dem unbelehrbaren Jürgen Trittin, dem Erfinder des Systems, ab. International steht Deutschland in dieser Frage alleine da, niemand wünscht unser Modell. Es ist ein Flop.  Nun ist in den derzeit noch laufenden Koalitionsvorverhandlungen die Rede davon, das EEG müßte novelliert werden. Da besteht aber die Gefahr einer Verschlimmbesserung. Die Lasten aus dem EEG steigen ins Uferlose und sind Weltspitze, was besonders die kleinen Leute und die mittelständischen Betriebe betrifft, die sich nicht von der Zahllast befreien lassen können. Die Umlage zur Finanzierung des Ökostroms steigt im nächsten Jahr (2014) auf dann 6,3 Cent je Kilowattstunde. Wenn nun tatsächlich, was in der Diskussion steht, die Befreiungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt werden sollten, wird dies zu einer Deindistrualisierung Deutschlands führen.

Selbst der Brüsseler Energie-Kommissar Günther Oettinger warnt eindringlich davor, nicht die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes aufs Spiel zu setzen. Er hat allen Grund zur Warnung: Die energieintensiven Industrien – z. B. Metall-, Stahl-, Keramik- oder Chemie-Betriebe – sind gezwungen, ihre Produktionen ins Ausland zu verlagern, weil die hiesigen Energiepreise sie international aus dem Wettbewerb schießen. Es ist abzusehen, daß in Deutschland – einmal führend in der Welt – keine neue energieintensive Fabrik mehr gebaut werden wird, zumal auch die erforderliche Planungssicherheit keineswegs gewährleistet wird. Man denke nur an die umfangreichen, umständlichen und viele Jahre dauernden Planungsprozesse bei Investitions-Großvorhaben.

Investitionsfeindliches Klima
Deutsche Firmen wandern also (zwangsweise) ab ins Ausland, siehe BASF mit seinem gesamten Forschungsbereich. Deutsche Investitionen im Ausland wachsen und wachsen. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist noch grausamer: Die deutsche Wirtschaft wird zunehmend durch einen weiteren Faktor bedroht. Die Investitionen ausländischer Firmen in unserem Land fahren im Rückwärtsgang. „Man“ investiert nicht mehr in unser Land. Deutschland liegt als viertgrößte Industrienation mittlerweile nur noch an 39. Stelle in der Statistik internationaler Investitionen (statt auf Platz 4).

Das sind die Fakten. Doch scheinbar unbekümmert werden in den Berliner Koalitionsgesprächen neue soziale Wohltaten auf den Tisch gelegt, werden Steuerspielchen gespielt und damit letztlich der Investitionsstandort Deutschland immer unattraktiver gemacht. Ein Blick auf Frankreich, Italien oder England verrät, wo die Reise endet: Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit bedeutet letztlich Rückgang des Wohlstandes, Schwächung des sozialen Netzes und Vernichtung der Zukunftschancen der kommenden Generationen.

“Stoppt den Emotionen-Tsunami!”
Die „Wetterexperten“ des IPPC (Weltklimarat) haben sich noch nicht ´mal ganz erholt von ihren in den letzten Jahren aufgeflogenen und angeprangerten Fehlern, Falschinterpretationen und Manipulationen, da blasen sie nun schon wieder in alter Manier die Backen auf und rufen „Alarm, Alarm!“ Der Taifun auf den Philippinen scheint ihnen gerade recht zu kommen, um ihre Botschaft vom „Klimaschutz“ erneut unters Volk zu schreien. Und wieder ´mal laufen alle, alle mit. Kritische Medien muß man mit der Lupe suchen. Aber es gibt auch mahnende Stimmen:

Heftig kritisierte der als ehemaliger ZDF-Wetterfrosch bekannte Dipl.-Meteorologe Dr. Wolfgang Thüne vom „Oppenheimer Institut für Wetterkunde“  die unzulässige Verknüpfung der Taifun-Katastrophe mit der Weltklimakonferenz in Warschau.  „Bei aller Trauer um die Opfer des Taifuns „Haiyan“, der über die Philippinen hinwegbrauste und eine Schneise der Verwüstung hinterließ, ist der öffentliche Gefühlsausbruch „Stoppt diesen Wahnsinn“ zwar aus persönlichem Schmerz heraus erklärbar, aber völlig ohne Sinn und Verstand. Kein Mensch kann die Gestalt der Erde und ihre Bewegungen ändern, den Erdbeben, Vulkanen und dem Wetter Einhalt gebieten.“

Der nun künstlich bei der UN-Klimakonferenz entfachte „Tsunami an Emotionen“ nutzt niemandem, im Gegenteil. Er werfe neue, tiefe Gräben auf. Weder West noch Ost, Nord oder Süd trügen Schuld am Wetter, auch nicht an extremen Wetterereignissen. Weiter fragt Thüne: „Sind die Hurrikans Selbstmordversuche der USA? Gerade jetzt ist es wichtig, nicht unter den Wogen der Angst im Meer der Gefühle zu versinken, sondern als Vernunftwesen zu reagieren.“ Energisch kritisierte Thüne den  Vorwurf an den „Westen“, er würde aus Egoismus nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ leben, als „völlig substanzlos“.

Wenn der Mensch die Naturgewalten nicht verhindern kann, dann muß er sich vor ihnen schützen oder alle Regionen der Erde meiden, bei denen er „Opfer der Natur“ werden könnte. Zählt man wie der Weltklimarat alle potentiellen Wetterkatastrophen auf und behauptet zudem, diese würden immer größere Dimensionen annehmen, dann müßte der Mensch die Erde schleunigst verlassen und sich einen neuen Planeten suchen. Doch trotz aller Katastrophen ist die Menschheit nicht untergegangen und setzt sich dank des technisch-zivilisatorischen Fortschritts Wetterrisiken aus, die früher absolut tödlich gewesen wären. Wetterschutz, der optimale Schutz vor dem Wetter, ist das Gebot, das uns unser Verstand lehren sollte. Ein Weg dahin sind auch bessere Wettervorhersagen. Hieran hapert es weltweit, wie „Haiyan“ erneut belegt, trotz der klimaschlauen Computer. Wenn es heißt: „Vietnam hatte Glück, weil der Sturm kurzfristig seine Richtung änderte“, dann ist das einfach Unsinn! Nein, Vietnam hatte Glück, weil die Prognose falsch war.

Statt sich in Klimaphantasien bis zum Jahr 2100 zu ergehen, sollte auf der Klimakonferenz in Warschau überlegt werden,  wie sich  die Wettervorhersagen verbessern lassen. Der überall auf der Erde nahezu gleiche Gehalt der Luft an CO2 hat weder etwas mit der Temperatur noch mit der Wettervielfalt der Erde zu tun. Eine Reduktion von 0,04 auf 0,00 Prozent würde am globalen Wettergeschehen überhaupt nichts ändern. Damit wäre aber nicht nur das Ende aller grünen Pflanzen gegeben, sondern allen Lebens auf Erden. „Ist das der erstrebte „Schutz der Schöpfung?“, fragt Thüne. (Quelle: Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde)

Christenverfolgung in Nordkorea – öffentliche Hinrichtungen
Wie zu Zeiten Kaiser Neros vor rd. 1900 Jahren in Rom werden auch heute noch Christen verfolgt und – auf Befehl des großen Führers des Volkes – „zur Gaudi“ oder zur Abschreckung eines großen Publikums öffentlich hingerichtet – wie jüngst in Nordkorea geschehen. Und die Welt schaut weg. Selbst Kirchenzeitungen schweigen.

Vor wenigen Wochen wurden (nach einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur)  in Nordkorea vermutlich achtzig Christen öffentlich hingerichtet, weil sie des „Verbrechens“ überführt wurden, eine Bibel zu besitzen. Die Tageszeitung „Korea Joongang Daily“ berichtete, daß die erste Hinrichtungswelle am Sonntag, dem 3. November, stattgefunden habe. Zehn Menschen seien jeweils in Wonsan, Chongjin, Sariwon und Pyongsong ermordet worden. Berichten zufolge seien in Wonsang die Verurteilten im Stadion hingerichtet worden. Der Exekution durch Maschinengewehrsalven mußten rund 10.000 Besucher, darunter auch Kinder, beiwohnen.

Rosella Ideo, Expertin für asiatische Diplomatie und politische Geschichte, erklärte gegenüber Radio Vatikan, daß Flüchtlinge aus Nordkorea derartige Hinrichtungen bestätigt hätten. Auch den Vereinten Nationen lägen ähnliche Berichte zu Haftlagern in Nordkorea vor.
Die UNO habe Nordkorea erfolglos um die Erlaubnis gebeten, im Land selbst die Existenz der KZ-Lager zu überprüfen, die seit Jahren auch per Satellit geortet würden. Die Existenz der Lager sei unbestritten, es gebe Zeugen, aber Nordkorea müsse endlich seine Pforten öffnen.

Lesen Sie hiervon etwas in unseren MSM (Mainstream-Medien)? Oder wenigstens in der Kirchenzeitung? Hören Sie die Aufschreie der „Betroffenheitsliga“? Predigt Ihr Pfarrer darüber? Nein! Dieser menschenmörderische Steinzeitkommunismus wird allerorten totgeschwiegen. (Quelle:F.Küble/ZENIT.org)

Ausgerechnet die Grünen gegen Wald
Man hört die Nachricht und kann sie nicht glauben. Ausgerechnet die Grünen Rheinland-Pfalz wollen weniger Wald! Wie bitte? Waren die Öko-Fuzzis nicht diejenigen von einst, die stets lauthals riefen „Rettet den Wald“? Ein Bericht aus dem grün-sozialistischen Musterland Rheinland-Pfalz. Es ist eine hoffentlich exklusiv rheinland-pfälzische Posse. Und die geht so:

Die grün-rote Landesregierung will den Waldbestand reduzieren – unter der Regie einer grünen Ministerin. Vor zwei Jahren haben die hiesigen Grünen den Einzug der Windkraft in die heimischen Wälder ermöglicht, weil man ja seinen Teil zur Energiewende beitragen wollte. Sie ließen also einen Spargel nach dem anderen aus den Wäldern sprießen – wobei natürlich eine Menge Wald draufging und noch geht. Dafür gab´s früher eine Wiederaufforstungs-Pflicht, die die Grünen nun per ministeriellem Federstrich für „von gestern“ erklärten: Für den Bau von Windrädern gebe es keine Wiederaufforstung mehr. Das ist Ökologie aus Absurdistan!

Die Begründung für diesen Anti-Naturweg ist noch verblüffender: Im Mainzer Wirtschafts-Ministerium heißt es, die Waldfläche sei in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen – ein Slogan des Landes lautete einmal: „Land von Wald, Wein und Reben“ – und mit 42 Prozent seiner Gesamtfläche ist das Land neben Hessen das waldreichste Gebiet unserer Republik. Und nun kommt die grüne Pirouette: Da die Waldfläche inzwischen größer sei als die landwirtschaftliche Nutzfläche, gehe das Aufforsten des Waldes zulasten von „ökologisch ebenso wertvollen Grünlandes“. Abgesehen vom Unfug dieser Schlußfolgerung: Der Rückgang von Naturfläche wird nicht von (wachsendem) Wald verursacht, sondern von zunehmender Versiegelung des Bodens durch Straßenbau, Stadterweiterungen, neue Gewerbeflächen etc. Nicht zu vergessen die zunehmende Umwidmung der Agrarflächen für den Maisanbau! Kann irgendjemand diese grüne Volte verstehen? Ich nicht. Sie ist schlicht: ein Skandal!

Liebe Freunde, das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, ein paar nicht so trübe Wintertage und uns allen eine bessere Politik. Vielleicht kann ich bei meinen nächsten „Konservativen Kommentare“ (Mitte Dezember) eher auf die gewiß schwierige Regierungsbildung eingehen.

Mit herzlichen Grüßen,
Ihr

Peter Helmes  
Datum

Und, wie immer, ein kleines P. S.:
Liebe Freunde, ich hatte Sie vor einigen Wochen gebeten, an einer Abstimmung meiner hiesigen Lokalzeitung für oder gegen Windräder auf den Rheinhöhen teilzunehmen. Von den 189 Angeschriebenen haben mir 92 geantwortet und zu meiner großen Freude mitgeteilt, sie hätten die Fragen bzw. eine der Fragen angeklickt. Das Ergebnis insgesamt war für meine Freunde und mich sehr zufriedenstellend: 51 Prozent aller Leser sprachen sich gegen diese Windräder aus. Ich bin Ihnen sehr, sehr dankbar! Nun können wir in der Öffentlichkeit noch besser argumentieren. P.H.

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