An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Konservative Kommentare Juli 2018

 

 

Ein alarmierender Artikel! Bitte unbedingt lesen!


Eine antichristliche Horrorvision: der technische, volldigitalisierte Mensch


Von Peter Helmes


Meinen Freund Martin Fontanari kenne ich seit mehr als 40 Jahren. Er ist tiefgläubiger Christ und ein hervorragender Wissenschaftler. Die stets sehr intensiven Gespräche mit ihm haben auch mein Denken geformt und mich wissenschaftlich komplizierte Dinge zu verstehen gelehrt.


Was er im anschließenden Artikel beschreibt, ist der Versuch, politisch denkende und/oder handelnde Menschen zu alarmieren: Der Tag ist nicht mehr fern, daß der Menschen zu einer bloßen technischen Konstruktion – ohne Seele, ohne Gefühl, ohne Glauben – herabgewürdigt wird. Nur wenige Politiker haben die Gefahr erkannt, die aus dieser „Umwandlung“ des Menschen entsteht. Die schlimmste Folge wäre wohl die absolute Steuerungsmöglichkeit des (bis dahin selbständig denkenden) Homo sapiens, dessen „Gehirn“ zu einer Empfangszentrale für digitale Impulse mutierte.


Dahinter steht ein Denken, das die Vernichtung des „alten Menschen“ anstrebt und ihn zu einem gesellschaftlichen Werkzeug degradieren will. Wer aber an der Steuerung sitzt, in der digitalen „Befehlszentrale“, schwingt sich zum Beherrscher der Menschheit auf – Gott wird überflüssig.


Nun, meine lieben Leser, vergleichen Sie doch bitte einmal die „Sonntagsreden“ von zu allem und jedem seine Meinung ausquasselnden Politikern, und klopfen sie (die Reden) darauf ab, ob sie irgendetwas Substantielles gegen diese Entwicklung „im Köcher“ haben, oder ob sie gar begeistert die neue digitale Beglückung begrüßen.


Ein Weiteres: Seit es Digitalisierung gibt, gibt es freudige Erwartungen, aber auch allfällige Warnhinweise. Bei näherer Betrachtung stellt sich meist jedoch heraus, daß zwar jeder von „Digitalisierung“ faselt, die wenigsten aber wissen, was wirklich hinter diesem Begriff steckt. Und hinzu kommt obendrein die rapide zunehmende Cyberkriminalität, die jede Operation am Menschen bzw. für den Menschen zu einem Lebensrisiko macht.


Da es keine Gesetze gibt, die den Sensoreinsatz in der jetzigen Form, wie wir ihn kennen, rechtfertigen, kollidieren heute noch viele Eingriffe zur Datenerhebung mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung und sind deshalb – eigentlich – meist unzulässig. Sensoren erheben Daten, unmerklich und allgegenwärtig. Der Einzelne hat überhaupt keine Möglichkeit mehr, bewußt über Erhebung und Verwendung zu entscheiden. Sein Grundrecht wird ihm durch die Sensoren sozusagen in Teilen genommen.


Diese Daten sind personenbeziehbar, weil die meisten Sensoren einer bestimmten Person oder einer Gruppe von Personen zugeordnet werden können. Und damit greifen die Sensoren mit ihrer Sammeltätigkeit in das vom Bundesverfassungsgericht entwickelte Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ein“, mahnt z. B. Volker Lüdemann, Professor für Wirtschafts- und Wettbewerbsrecht an der Universität Osnabrück im Dlf. Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung scheinen auf dem Weg ins Internet der Dinge und hin zur Industrie 4.0 eher nur zu stören.


Ungeachtet dessen ist schon heute der Robotereinsatz in der Industrie „normal“ und sogar im hochsensiblen Gesundheitssektor nicht mehr wegzudenken. „Ob es uns gefällt oder nicht: Die Zukunft der Medizin liegt eindeutig im vermehrten Einsatz von technologischen Hilfsmitteln“, sagt Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen und Pharma bei PwC in Deutschland. Dies dürfe man sich zwar nicht so vorstellen, daß künstliche Intelligenz und Robotik den Arzt tatsächlich ersetzen. „Wohl aber werden sie ihm immer mehr Aufgaben abnehmen.“


Statt von „Artificial Intelligence“ könne man daher auch von „Assistant Intelligence“ sprechen, meint Burkhart: „Der Roboter als rechte Hand des Arztes.“ Von da ist der Schritt zum robotorisierten Menschen nicht mehr weit – und siehe da: Experten nennen das Jahr 2030, also in etwas mehr als in 1 Jahrzehnt – als Initialjahr. Mit freundlichen Grüßen von Karl Marx, der den Neuen Menschen forderte und der in der „Frankfurter Schule“ seine Nachfolger gezüchtet hat.


Rennen wir blind in die Auflösung der Menschheit, in die Beseitigung tradierter Normen, in den Verrat unserer ethischen und moralischen Prinzipien? Vieles an der Digitalisierung ist begrüßenswert, weil immenser Fortschritt. Aber darf er mit der Zerstörung des Menschen einhergehen?


Der folgende Aufsatz ist „schwere Kost“, aber gehört ins Gehirn eines jeden verantwortlich Handelnden in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Peter Helmes, 2. Juli 2018


Der Download der Identität funktioniert nichtWie sich die Transhumanisten die Zukunft vorstellen, und warum es nicht so kommen wird

Stellen Sie sich folgende Szene vor: Jemand geht auf der Straße vor Ihnen, als dessen einzelne Körperteile plötzlich zu zucken beginnen, erst die Arme, dann auch noch der Kopf. Die Person hat keine Kontrolle mehr über sich selbst, sie bewegt sich nur noch ruckartig und unkoordiniert über die Straße in Richtung Krankenhaus, wo man ihren Kopf scannt und feststellt, daß das Problem ein defekter Chip im Schädel ist. Dem Patienten wird geholfen, er öffnet seine Augen und auf der Stirn leuchtet schließlich das Symbol des implantierten Chips auf…


Auch wenn solch eine Situation (nach Carolin Wiedemann) vielen Lesern sehr futuristisch erscheinen mag, so infiltriert gegenwärtig immer mehr Technik die Welt des Menschen – ja ihn selbst– und das „mit exponentieller Geschwindigkeit“, so der Soziologe Robert Benedikter:


Jeans, die bereits so gemacht werden, daß sie Drahtlos-Signale blockieren, damit man nicht die Zahlungscodes aus den Mobiltelefonen stehlen kann, oder die Apple-Uhr, die voraussichtlich nur der erste Schritt ist, permanent auch physisch mit intelligenter Technologie verbunden zu sein, oder, wie Lev Grossman das nennt, ‚niemals mehr offline zu sein‘.“


Der Mensch und sein Alltag werden technisiert, und er will es gar nicht missen. Die Möglichkeiten der Nanotechnologie komplettieren heute bereits das Durchdringen des Menschen bis in die kleinsten Zellen seines Körpers.


Nicht mehr lange und unsere Computer werden auch den Tod hinter sich lassen, ja „abschaffen“, lautet das Credo der Transhumanisten. Alles nur Science-Fiction-Phantasien?


Nein, schon längst nicht mehr, wenn man bedenkt, daß auch die EU die „Digitalisierung des Körpers“ (Carolin Wiedemann) erforscht. Ein Chip im Kopf, das wäre doch was – dann werden wir Menschen dank unserer Maschinen endlich (und hoffentlich schon bald) unsterblich.


Der Begriff des „Transhumanismus“ wurde erstmals 1957 durch den Evolutionsbiologen Julian Huxley genannt. Ray Kurzweil, Mann der ersten Stunde in der Forschung zu künstlicher Intelligenz und führender Vertreter der transhumanistischen Bewegung, meint hierzu, daß nunmehr „das letzte Jahrhundert des Homo sapiens angebrochen sei“: Die geballte Kraft von Bio- und Nanotechnologien, Informationstechnik und Kognitionswissenschaften werden den Menschen erneuern, von Grund auf durch Technologie gestaltet und auf den Markt geworfen. Schon vernimmt man den Klang dieser Zukunftsmusik: kein Altern mehr, nur noch Upgrades, keine lästige Kosmetik für den Körper mehr, nur noch technisches Fine-Tuning:


Als da sind Klonen und Implantieren, Genmanipulieren und Cyborgisieren, schließlich sogar höchst willkommene Eingriffe ins Gehirn und in den Geist des Menschen, indem man bestimmte Leitungen umlegt und halt ein bißchen „switcht“. Selbst die Schöpfung des Menschen liegt nicht mehr im liebenden, sexuellen Akt eingebettet, sondern wird den Genetikern, Klon-Wissenschaftlern und Stylisten überlassen.


Die dahinter liegende Gefahr für die christlichen Kirchen ist offensichtlich: Die Morallehre würde zusammenbrechen, denn Sexualität würde nicht mehr zur behutsamen Fortpflanzung eingesetzt, sondern nur noch zur Lustbefriedigung – wie es in Teilen der Gesellschaft mit allen Konsequenzen bereits passiert.


Diese als „Transhumanisten“ bezeichneten Verfechter von nachhaltig in den Menschen zu implantierenden Zukunftstechnologien sind nach dem Zukunftsforscher und Philosophen Karlheinz Steinmüller zu allem bereit:


So wie wir 1000-Liter-Kühe und bizarre Hunderassen herangezüchtet haben, so wie wir Knockout-Mäuse mit ausgeschalteten Genen für Pharma-Experimente erzeugt haben und genmodifizierte Ziegen Insulin produzieren lassen, so könnten wir uns nun selbst neu schaffen: leistungsfähiger, intelligenter, schöner, kräftiger und so gesund, dass es tatsächlich an Unsterblichkeit grenzt.“.


Keine Frage, die Wissenschaftler sind berauscht von der Idee, Schöpfung und Tod zu überwinden und Gott zu spielen.

Der Mensch ist durch seinen einfach nicht mehr zeitgemäßen Körper bislang einfach zu beschränkt und eingeengt – und soll sich, so das neue Credo, progressiv davon befreien. Den immensen Aufwand des dafür relevanten Zusammenwachsens der Forschung von Medizin, Genetik, Biochemie, Nanotechnologie und Informatik wird freundlicherweise durch die Entwicklung von immer leistungsfähigeren Computern Vorschub geleistet. Ray Kurzweil will nicht weniger als die „Digitalisierung des Körpers“, um den Menschen scheibchenweise künstlich nachbilden zu können, das heißt der Körper und alles, was in ihm so abläuft, werden komplett lesbar gemacht.


Alles in allem machbar, meint auch die EU und finanziert mit mittlerweile einer Milliarde Euro im Jahr das „Human Brain Project“ zum Simulieren des menschlichen Gehirns: Im Kampf gegen Krankheiten wie Parkinson sollen einzelne Abschnitte menschlicher Gehirne gegen künstliche Gehirnteile ausgetauscht werden können – das sind Chips. In den USA fließen sogar jährlich mehrere Milliarden US-Dollar in die transhumanistischen Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Man verspricht sich ein Geschäft. So wird Leben zur Ware und droht im billigen Massenkonsum nicht mehr den Wert zu haben, der Respekt einflößt und Würde bewahrt.


Informationstechnik soll letztlich aber auch einen Mehrzweck für die Gesellschaft leisten können und zur „egalitären Verteilung von Bildung und der Minderung von Leid“ beitragen, findet Miriam Leis, Mitglied der transhumanistischen Gesellschaft Deutschland: „…der Netzausbau wie die weitere Entwicklung von Maschinen, die den Menschen beim Denken und Lernen helfen: von innen, also durch invasive Methoden, oder von außen in Gestalt von humanoiden Robotern, die diverse Dienste übernehmen könnten.“


Ja, und 2030 soll es dann so weit sein: Die Computer machen es möglich und schaffen den Tod einfach ab. Was denn sonst? Kein Leiden mehr und kein Sterbenmüssen. Ray Kurzweil nimmt zu diesem Zweck schon in absehbarer Zeit die Nanobots in die Pflicht; das sind minimal kleine Roboter, die sich in der Blutbahn der unzähligen Viren, Bakterien und sogar Krebszellen annehmen werden – und natürlich obsiegen. Das wird dann jener Moment sein, den die Transhumanisten als „Singularität“ bezeichnen:


Dann soll künstliche Intelligenz so weit entwickelt sein, daß sie mit der menschlichen verschmelzen kann. Das sei der Augenblick, an dem sich Mensch und Maschine so weit annähern, daß die digitale Kopie von Personen, der Download der Identität, möglich wird. Durch die Nanobot-Medizin werden Menschen nicht mehr altern (Carolin Wiedemann).“


Ray Kurzweil nennt mittlerweile, völlig übermannt von dieser Vision, schon das Jahr 2029 als den Zeitpunkt, wo die Technik "intelligenzmäßig" den Anschluß an menschliches Niveau erreichen könnte. Nach seiner Vorstellung werde wohl die gesamte Menschheit in den Sog dieses neuen Zeitalters geraten. Der bis dahin unablässig stattfindende technologische Wandel würde sein Tempo dafür zwar enorm erhöhen müssen, aber die betroffenen Menschen würden sich auch daran gewöhnen und mehr noch diesen Wandel erwarten und vielfach sogar erhoffen.


Jede „Singularität“ kennt zuallererst nur eines: die Selbsterhaltung. Daher stellt sich laut Nick Bostrom (Mitbegründer der Transhumanistischen Bewegung) als wichtigste Frage, „wie wir eine immer intelligentere Technik - eine "Superintelligenz", die durch die Kombination künstlicher Intelligenz mit biologischen Elementen im Entstehen begriffen ist - mit einem "Kontrollmechanismus" versehen können, der verhindert, daß sie sich aus Selbsterhaltungs-gründen gegen den Menschen wendet“. Es ist ja nicht so, daß man sich blenden lassen muß vom Glanz der Verheißung, der da besagt, daß ab dem Moment des Erreichens besagter „Singularität“ alles besser wird und wir uns auf einer unbeschwerten Reise in eine neue, perfektere Welt befinden.


Carolin Wiedemann meint dazu, daß „Google, die EU und Thinktanks wie das der Singularity University von Ray Kurzweil oder das Future of Humanity Institute an der Universität Oxford Krankheit und Leid bekämpfen und dafür die Grenzen der Natur überwinden wollen. Doch überwinden ihre transhumanistischen Projekte damit auch die Menschheit an sich? Sind die existentiellen Bedenken berechtigt?“


Ja, denn auch die Soziologin Sabina  Misoch sieht im Zusammenhang mit der „Immaterialisation des Körpers…die Gefahr der Auflösung von Identität…Futuristische technogene Körper wären aber kein pulsierender Leibkörper mehr, sondern ein Körperding, in dem das Bewusstsein des Menschen (mittels mind upload) eingespeist würde.“


Angestrebt wird auch laut Roland Benedikter…

„…den bisherigen Menschen durch einen neuen zu ersetzen – und in eine "Neo-Menschheit" zu überführen“.


Er empfiehlt daher, daß sich neben Privaten auch Institutionen – wie zum Beispiel Universitäten und Staaten – an einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den neuen Technologien beteiligen sollten. Dies kann die Voraussetzung zu einem möglichst breiten gesellschaftlichen Diskurs schaffen. „Die Spaltung der Bevölkerungen in neue Weltanschauungskämpfe um den Menschen und das Menschsein“ sollte nach Benedikter dadurch vermieden werden.


Und nicht zu vergessen: philosophisch gesehen, so die Sozialwissenschaftlerin und Zukunftsforscherin Miriam Ji Sun, ist dem Transhumanismus „…die hohe Bedeutung von Vernunft, Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit, sowie eine Ablehnung der aus seiner Sicht nicht hinterfragbaren Autorität religiöser Texte und Instanzen“ inhärent.


Für den Politikwissenschaftler und Intellektuellen Francis Fukuyama wird der Transhumanismus daher nicht von ungefähr zur gefährlichsten Idee der Welt.   

 

Aus der Sicht des Christen kommt es zur Abschaffung der natürlichen Schöpfung bzw. des Schöpfungsgedankens überhaupt, ja spiegelt das Entgegengesetzte wieder.


Wer sich in Romanform mit der Vorstellung dieser „schönen, neuen Welt („brave new world“) befassen will, der greife zum gleichnamigen Buch des Bruders von Julian Huxley: Aldous Huxley. Hierin beschreibt Huxley eine Welt, in der es gelungen ist, nach einem langen, zerstörerischen Krieg durch die Bildung einer Weltregierung ein Kastensystem zu schaffen, in dem mit Hilfe künstlicher Fortpflanzung, Konditionierung und Indoktrination eine perfekt funktionierende Gesellschaft gebildet wird. Um eine fortwährend glückliche und wohlhabende Gemeinschaft zu schaffen, wurde Propaganda gegen die natürliche Fortpflanzung gemacht und Brut- und Aufzuchtzentren geschaffen. Es herrscht ein totalitäres, jedoch nicht gewalttätiges politisches System. Die Schöpfung des neuen Menschen erfolgt im Roman allerdings nicht durch Gentechnik, sondern durch pränatale biologische Einwirkung und postnatale Konditionierung der Mentalität.


Huxleys schöne neue Welt ist Vorlage für viele Hollywood-Filme. Dort sollte der Stoff auch bleiben und als düstere Vision des Fortbestehens der Menschheit mit Zombie- und anderen Horrorfilmen das Genre nicht verlassen. Denn allein das Denken von Singularität und Identität zeigt, daß es Unterschiede im Menschsein gibt und der willenlose, uniforme Mensch nur eine „Kreatur“ ist.


Der Download menschlicher Identität bleibt eine Vision.

Um es mit Ortega y Gasset zu sagen, der Identität so definierte: Yo soy yo y mis circunstancias – meine Identität, das bin ich und meine Umstände. Diese Umstände aber werden immer unterschiedlich sein, solange es Raum und Zeit gibt. Und solange es Raum und Zeit gibt, so lange gibt es auch Vergänglichkeit, mithin Sterblichkeit.

*) Mein Freund  und langjähriger politischer Wegbegleiter Dr. Martin Fontanari ist Privatgelehrter mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaft. Sein Artikel ist auch hier erschienen: www.i-daf.org (über i-daf mehr auf der Homepage).

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Was Medien verschweigen: Europa-Ramadan-Bericht 2018  

* In Frankreich hat die Regierung, die zuvor gelobt hatte, den ausländischen Einfluss auf die Ausübung des Islam im Land zu reduzieren, Visa für 300 Imame aus Algerien und Marokko erteilt, die Ramadangebete in französischen Moscheen leiteten.* "Jede Botschaft, egal wie giftig sie ist, sollte das Recht haben, ausgedrückt zu werden", sagte Ahmed Aboutaleb, der Bürgermeister von Rotterdam.* "Der türkische Außenminister hat versucht, mir eine Lektion über meine islamische Identität zu erteilen. Es geht zu weit, wenn ein ausländischer Staat, der weit weg ist, versucht, den Bürgermeister von Rotterdam über niederländisches Recht zu belehren und wie ich es anzuwenden hätte", so Ahmed Aboutaleb, Bürgermeister von Rotterdam.

 


Überall in Europa haben Muslime kürzlich das Ende des Ramadan begangen, des heiligen islamischen Monats, der dieses Jahr nach dem islamischen Mondkalender zwischen dem 17. Mai und dem 15. Juni lag.

Der Ramadan war in Europa dieses Jahr ein wichtiges Thema öffentlicher Debatten; auch die Presse widmete ihm beträchtliche Aufmerksamkeit und reflektierte über den wachsenden Einfluss des Islam.


Muslimische Führer versuchten, das Licht der Medien zu nutzen, um den Ramadan – eine Zeit, in der Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichten, um gemäß der islamischen Tradition der Offenbarung des Koran zu gedenken – als die friedliche Natur des Islam in Europa herauszustellen.


Europäische Multikulturalisten, die normalerweise strenge Wächter des Säkularismus sind, wenn es um das Christentum geht, unternahmen große Anstrengungen, Richtlinien zu erstellen, Instruktionen zu erteilen und Sonderrechte zu gewähren, um sicherzustellen, dass Muslime während des Festes nicht von Nichtmuslimen brüskiert werden.       


Einen Bruch mit der Vergangenheit markierte jedoch, dass sich auch eine wachsende Zahl europäischer Politiker öffentlich gegen den Ramadan aussprach, vor allem, was die nachteiligen Folgen des langen Fastens bei Schulkindern betrifft. Diese Gegenreaktion, abzulesen an dem Aufkommen politisch inkorrekter Parteien in Europa, scheint eine wachsende Skepsis gegenüber dem ungebremsten Multikulturalismus und der stetigen Erosion westlicher Werte widerzuspiegeln.


Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung einiger diesjähriger Vorkommnisse mit Ramadan-Bezug in etlichen europäischen Ländern:

In Österreich forderte Karl Nehammer, der Generalsekretär der ÖVP, ein Verbot des Fastens für Schulkinder. Von Lehrern habe er "unzählige" Berichte über das Wohlergehen von Kindern im Schulalter erhalten, sagte er. "Wenn religiöse Rituale – egal welcher Religion – die Gesundheit von Kindern gefährden, geht das eindeutig zu weit", sagte Nehammer. "Wenn die Religion über dem Kindeswohl steht, ist Schluss."


Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) beschuldigte Nehammer des Versuchs, den Ramadan zu "verbieten". IGGiÖ-Sprecherin Carla Amina Baghajati bezeichnete Nehammers Kommentar als ein "Vor-den-Kopf-Stoßen" und als "Demütigung" und warnte in einer verdrehten Logik davor, dass Nehammer muslimische Kinder zum islamischen Fundamentalismus treibe:


"Dies führt zu einer gefährlichen Entfremdung in der Gesellschaft. Vor allem Kinder und Jugendliche bekommen diese Feindbildpolitik zu spüren. Bei ihnen besteht die Gefahr, dass sie sich bewusst von der hiesigen Gesellschaft abwenden oder noch schlimmer empfänglich werden für radikales Gedankengut."


Peter Kusstatscher, Direktor an der der HTL Villach, der größten Schule des Bundeslandes Kärnten, sagte, der Ramadan selbst radikalisiere einige muslimische Schüler:

"Man merkt nun, wie sie sich in der Thematik radikalisieren und ihren Glauben geradezu drastisch ausleben." Er beschrieb einen Vorfall, bei dem ein Schüler eine muslimische Mitschülerin beschimpfte habe, weil sie geschminkt war. "Da setzte es natürlich Konsequenzen, da zuzuschauen hätte nichts mehr mit Toleranz gegenüber einer Glaubensgemeinschaft zu tun", so Kusstatscher.


In Belgien veranstaltete die katholische Sankt-Johannes-Kirche in Brüssel ein iftar-Abendessen – ein Mahl, das während des Monats Ramadan nach Sonnenuntergang stattfindet. "Was wir heute abend tun, ist ein außerordentliches Symbol der Kraft, die aus gemeinsamen Initiativen wie dieser entsteht", sagte der katholische Priester Jacques Hanon. "Wir wollen eine Stärke zeigen, die darin liegt, auf Rückschläge, Ängste, Gewalt, Hass und Diskriminierung gemeinsam zu reagieren."


Der Vorsitzende der islamischen Gemeinden in Brüssel, Lahcen Hammouche, sagte:

"Wir haben diesen Moment im heiligen Monat Ramadan gewählt, dem Monat des Teilens und Vergebens, um mit den Kirchen aller Glaubensrichtungen und aller Kulturen zu feiern und zu teilen, zu zeigen, dass Muslime nicht alle Terroristen sind und dass wir dazu in der Lage sind, eine gute Koexistenz unter den Religionen und anderen Philosophien zu haben und diese haben müssen."


Ob die belgischen Moscheen Gleiches mit Gleichem vergelten werden, indem sie in ihren Räumlichkeiten christliche Feiertage feiern, sagte Hammouche nicht.


Auf Zypern verkündete die Behörde für öffentliche Arbeiten, dass sie die vom Steuerzahler finanzierte Renovierung einer Moschee in Paphos beschleunigt habe, damit sie während des Ramadan zur Verfügung steht:

"Trotz einiger Verzögerungen bei dem Projekt respektiert die Behörde für öffentliche Arbeiten die Forderung der muslimischen Gemeinde, einen komfortablen und sicheren Ort zur Umsetzung ihrer religiösen Rechte zu haben; da es nicht möglich war, einen anderen Ort zu finden, ist es gelungen, das Bauunternehmen dazu zu bewegen, mit den Bauarbeiten in der Moschee fortzufahren, damit sie zum Ramadan fertig gestellt ist und auf sichere Weise benutzt werden kann."


In Dänemark forderte Integrationsministerin Inger Støjberg praktizierende Muslime auf, während des Ramadan Urlaub zu nehmen, um negative Einflüsse auf den Rest der Gesellschaft zu vermeiden. In einem Gastkommentar für die dänische Tageszeitung BT schrieb sie:


"Wir müssen die Probleme ansprechen, vor die der Ramadan uns derzeit stellt. Es lässt sich nicht leugnen, dass die Erfordernisse einer modernen und effizienten Gesellschaft wie der Dänemarks durchaus andere sind als jene in Mekka zur Zeit Mohammeds ..."


"Es kann für uns alle sehr gefährlich sein, wenn der Busfahrer den ganzen Tag weder isst noch trinkt, und natürlich kann man in der Fabrik oder dem Krankenhaus nicht dieselben Leistungen bringen, wenn man einen ganzen Monat lang tagsüber nicht isst und trinkt."


"Ich respektiere, dass Muslime ihre Religion und Traditionen ausüben wollen, doch ich glaube, dass Religion eine Privatangelegenheit ist und dass es nötig ist, dass wir sicherstellen, dass daraus keine gesellschaftliche Angelegenheit ist. Ich möchte dänische Muslime nicht der Gelegenheit berauben, ihre Religion und ihre religiösen Feiertage zu pflegen, doch ich würde sie dazu ermuntern, während des Monats Ramadan Urlaub zu nehmen, damit sich dies nicht negativ auf den Rest der dänischen Gesellschaft auswirkt."


In Frankreich hat die Regierung, die zuvor gelobt hatte, den ausländischen Einfluss auf die Ausübung des Islam im Land zu reduzieren, Visa für 300 Imame aus Algerien und Marokko erteilt, die Ramadangebete in französischen Moscheen leiteten. Dieser Schritt provozierte Reaktionen im ganzen politischen Spektrum. "Algerien und Marokko zu bitten, uns während des Monats Ramadan Imame zu schicken, ist inakzeptabel", sagte der frühere sozialistische Ministerpräsident Manuel Valls, der dafür plädiert, "alle Verbindungen" zwischen Muslimen in Frankreich und "Dritte-Welt-Ländern" zu kappen.


Marine Le Pen, die Vorsitzende des Front National, sagte, es sei "inakzeptabel, dass das Innenministerium am Ramadan die Ankunft von 300 ausländischen Imamen in unserem Land organisiert; es ist ein Bruch des Prinzips des Säkularismus". Ihr ehemaliger Verbündeter im Präsidentschaftswahlkampf 2017, Nicolas Dupont-Aignan, verlangte, ausländische Imame dazu zu verpflichten, einen "Eid der Loyalität auf Frankreich und die Republik zu leisten".


Anderswo in Frankreich, in Chambourcy, kam der Manager eines Carrefour-Supermarkts muslimischen Forderungen nach, israelische Dattel aus der "Ramadan-Abteilung" des Marktes zu entfernen. Kunden hatten sich beschwert, die Anwesenheit von israelischen Produkten sei ein "Affront gegen muslimische Kunden".


Wie der Radiosender Europe 1 berichtete, ist der Ramadan für französische Einzelhändler eine "kommerzielle Goldgrube". Mimoun Ennebati, der Vorsitzende der französischen Organisation der Muslime, sagte, "von vornherein" wollten große Einzelhandelsketten während des Ramadan "eine bestimmte Klientel nicht brüskieren". Er schätzt, dass praktizierende Muslime während dieses Monats ihre Ausgaben um 30 Prozent steigern.


Unterdessen wurde in dem Pariser Vorort Mantes-la-Jolie ein 42 Jahre alter Mann wegen Totschlags verhaftet, nachdem er seine fünf Monate alte Tochter zu Tode geschüttelt hatte. Der Mann gestand das Verbrechen und sagte: "Ich hielt den Ramadan, und ohne Essen war ich mit meinen Nerven am Ende."


In Deutschland forderte der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert, muslimische Ärzte, Krankenschwestern, Piloten, Busfahrer und Lokomotivführer während des Ramadan von der Arbeit zu suspendieren, wenn sie fasten. "Welchem Patienten kann man zumuten, von einem Chirurg operiert zu werden, der seit zwölf Stunden nichts getrunken hat?", fragte Sichert, der Mitglied im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales ist. "Wieso sollten Kollegen von Muslimen darunter leiden, dass deren Leistungsfähigkeit im Ramadan eingeschränkt ist, zum Beispiel indem sie am Bau schwere körperliche Tätigkeiten für diese übernehmen?"


Familienministerin Franziska Giffey warnte, eine "strikte Auslegung" des Fastens habe einen nachteiligen Einfluss auf muslimische Schüler: "Kinder müssen regelmäßig trinken und essen, sonst können sie nicht mehr aufmerksam dem Unterricht folgen und manche klappen sogar im Sportunterricht zusammen." Zudem sagte sie, es gebe wachsenden Gruppendruck, den Ramadan einzuhalten: "Da darf es keine Diskriminierung geben, egal ob jemand fastet oder nicht."


Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, äußerte Sorge, dass viele muslimische Schüler das Fasten "inzwischen sehr ernst" nähmen. Er beschwerte sich über muslimische Eltern, die mehr und mehr Druck auf Lehrkräfte ausübten, Klassenarbeiten auf die Zeit nach Ramadan zu verlegen. Diese Verzögerung habe Nachteile für die nichtmuslimischen Schüler.


In Landshut verließen christliche Politiker und Geistliche ein interkulturelles Ramadanfest, nachdem die Koranverse auf Arabisch statt, wie ursprünglich zugesagt, auf Deutsch vorgetragen worden waren. "Den Koran auf Arabisch vorzutragen, ist unvereinbar mit den Zielen erfolgreicher Intergation", sagte Thomas Haslinger, der CSU-Kreisvorsitzende.


Unterdessen behauptete der Deutschlandfunk in einem Kommentar zum Ramadan, dieser sei ein "alter deutscher Brauch, der hier schon länger verbreitet ist als das Oktoberfest". Der Autor, Eren Güvercin, fügte hinzu: "Die islamische Glaubenspraxis hat in Deutschland längst ihre Heimat gefunden. Und wir deutschen Muslime freuen uns auf den Ramadan in unserem Deutschland. Das kann uns keiner in Abrede stellen."


In Griechenland eskalierte ein Streit zwischen Hunderten von arabischen und kurdischen Asylbewerbern um das Ramadanfasten im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos. Mohammed Khalil, ein 19-jähriger kurdischer Migrant aus Syrien erklärte: "Der Streit begann, als einige arabische Jugendliche anfingen, sich mit den Kurden über das Fasten zu streiten ... Einige Araber aus Syrien, dem Irak, dem Jemen und Algerien kamen und sagten, die Kurden aus Rojava [der zu Syrien gehörende Teil Kurdistans] seien Ungläubige, darum sei es ihnen nicht gestattet zu fasten. Da ging die Auseinandersetzung los. Die arabischen Flüchtlinge gingen weg und kamen später mit Verstärkung zurück. Es gab einen blutigen Kampf."


In Island, wo die Sonne dieses Jahr um drei Uhr morgens auf- und erst um Mitternacht untergeht, hielten Muslime den Ramadan nach der Zeit in Mekka, wo der Sonnenuntergang gegen 19 Uhr ist, um zu vermeiden, für 20 Stunden und mehr fasten zu müssen. Ahmad Seddeeq, ein Imam des Islamischen Kulturzentrums in Island, der ursprünglich aus Ägypten stammt, sagt, es sei leichter, in einem kühlen Klima zu fasten: "Ich mache das seit Jahren und finde es schwieriger in meinem Land, wo die Temperaturen bei zwischen 40 und 45 Grad Celsius liegen."


In Italien verlegten Schüler der Turiner Albert-Einstein-Schule ein gemeinsames Abendessen ihrer Klasse auf nach 22 Uhr, damit Reda Herradi, ein 17-jähriger italienisch-marokkanischer Mitschüler, daran teilnehmen konnte. Örtliche Zeitungen priesen "die schönste Seite der Integration, wenn junge Leute italienischer Herkunft und andere ausländischer Herkunft, Katholiken und Muslime, ihre Zeit zusammen verbringen." Luisa Mondo, Mutter eines Schülers, sagte: "Was auffällt, ist die Natürlichkeit von allem. In einem heterogenen und multiethnischen Viertel lehrte uns eine Gruppe von Teenagern, was echte Integration ist." In der Kommentarspalte wiesen Leser darauf hin, dass dies kein Beispiel "echter Integration" sei, sondern eher eines für "umgekehrte Integration", bei der die italienischen Gastgeber sich selbst in die Kultur des Fremden integrieren.


Ebenfalls in Turin versammelten sich 35.000 Muslime im Dora-Park, um Eid al-Fitr, das Ende des Ramadan, zu begehen: "Es gab in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung: Wir mussten die Gebetszone an den Seiten des Pavillons vergrößern, um die Gläubigen zu empfangen. Viele junge Leute und Frauen waren da", sagte Ismail Sikder, Vorsitzender der Dar-As-Salaam-Moschee und Veranstalter des Events. Nachdem katholische Geistliche und Kommunalpolitiker eine Reihe von Glückwunschreden gehalten hatten, kündigte Monica Cerutti, Abgeordnete für die Region Piemont, ein aus Steuermitteln finanziertes Programm zur kostenlosen Beschneidung von muslimischen Jungen an. "Dies ist ein konkretes Beispiel, doch es gibt noch viel mehr Punkte des Zusammentreffens und der Beziehung zwischen der Region Piemont und der muslimischen Gemeinde", sagte Cerutti. Die kostenlose Beschneidung wird eingeführt, nachdem ein Junge aus Ghana nach einer zu Hause durchgeführten Beschneidung verblutet war.


Ebenfalls in Turin wurde ein 40-jähriger Marokkaner verhaftet, weil er seine Frau getreten und geschlagen hatte, da sie den Ramadan nicht beachtet hatte. Die Frau zeigte ihren Ehemann an, nach einer "Nacht des Terrors, in der er auch einen Eimer Wasser auf ihre Matratze gegossen hatte, um sie wach zu halten", so die Polizei.


In Cascina (Pisa), gab Bürgermeisterin Susanna Ceccardi einem Begehren der senegalesischen Gemeinde statt, Eid al-Fitr in einem städtischen Gymnasium zu feiern, allerdings erst, als die Gemeinde alle vom islamischen Fundamentalismus ausgehenden Akte des Terrors "rundweg verurteilt" hatte. "Laut der [2006 verstorbenen italienischen Journalistin] Oriana Fallaci, nach der wir nächsten Montag einen Platz in Cascina benennen werden, ist 'Freiheit eine Pflicht, bevor sie zum Recht wird'", sagte Ceccardi. "Diese Stadtverwaltung verlangt einen klaren Standpunkt, was das Thema des islamischen Fundamentalismus betrifft, ohne Mehrdeutigkeit." Ceccardi wiederholte zudem ihre Ablehnung des Moscheebaus in Italien:


"Unsere Position hat sich nicht geändert: Wir sind absolut gegen den Bau von Moscheen in unserem Land, weil es bis heute keine Garantien gibt, dass die Ausübung der islamischen Religion keine Probleme für die öffentliche Sicherheit birgt und nicht dazu dient, terroristische Aktivitäten zu verstecken."


In Cagliari, der Hauptstadt Sardiniens, hat eine Schule zum Ende des Ramadan ein spezielles Menü angeboten, das aus traditionellen arabischen Gerichten bestand, darunter Couscous, Humus und Chorba. Ein Sprecher der gegen Einwanderung gerichteten Sardischen Sozialen Bewegung sagte: "Wir hoffen, dass die Schüler auch Gelegenheit haben werden, sich für das normale Menü zu entscheiden. Es wäre absurd, alle Schüler einer Diät zu unterwerfen, die speziell auf religiöse Bedürfnisse einer Minderheit von Schülern ausgerichtet ist."

In Trient begrüßte Imam Aboulkheir Breigheche Hunderte von Muslime, die sich zum Eid al-Fitr versammelt hatten:


"Die Botschaft, die wir heute, am Ende dieses Ramadanfestes, senden wollen, ist die, dass die Gemeinschaft des islamischen Glaubens, die aus Menschen jeder Herkunft besteht, eine stabile und zahlreiche Gemeinde ist, die ihre eigenen religiösen und kulturellen Traditionen wahren will, damit es der nächsten Generation möglich sein wird, auf ausgeglichene Art aufzuwachsen."


In Palermo sagte Bürgermeister Leoluca Orlando: "Das Ende des Ramadan ist ein besonders bedeutsamer Moment für alle Muslime, ein Moment des Teilens und der Reflexion, der diese Gemeinschaft sehr stark an Palermo und seine tausend Jahre alte interkulturelle und multikulturelle Tradition bindet."


Unterdessen versammelten sich mehr als 5.000 Muslime, um Eid al-Fitr in Florenz zu feiern; 3.000 in Piacenza, und viele weitere in Bari, Bologna, Brescia, Cosenza, Genua, Lodi, Monfalcone, Neapel, Rom, Trient, Triest, Vasto, Venedig und anderen Städten.


In den Niederlanden twitterte Tofik Dibi, ein niederländisch-marokkanischer ehemaliger Parlamentsabgeordneter, das Foto eines Scharfschützen, zusammen mit den Worten: "Das bin ich, wenn jemand von euch während des Ramadan auf einer Terrasse im Freien ein Getränk zu sich nimmt." Später sagte er, er sei verärgert über die wütenden Reaktionen auf seinen Tweet: "Meine Inbox hat sich in einen Schmutzwasserkanal verwandelt, weil Drama-Queens versuchen, meinen Ramadan-Witz zu verzerren."


In Rotterdam verteidigte Bürgermeister Ahmed Aboutaleb die Entscheidung, einer Gruppe namens Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) zu erlauben, vor einer Moschee gegen den Ramadan zu demonstrieren. "Jede Botschaft, egal wie giftig sie ist, sollte das Recht haben, ausgedrückt zu werden", sagte Aboutaleb.


Pegida hatte geplant, "Schweinebarbecues" vor zahlreichen Moscheen überall im Land abzuhalten, doch in Utrecht, Den Haag, Arnheim und Gouda wurden die Veranstaltungen verboten. Aboutaleb hatte die Proteste erlaubt, doch ein Bus mit etwa 20 Pegida-Unterstützern kehrte um, nachdem sich etliche Hundert Leute zu einer Gegendemonstration versammelt hatten.


Der türkische Minister für EU-Angelegenheiten, Ömer Çelik, kritisierte Aboutaleb:

"Am Donnerstag, zur Zeit des Fastenbrechens am Ramadan, werden Mitglieder dieser faschistischen Organisation eine Barbecue- Party vor der Rotterdamer Laleli-Moschee abhalten und Schweine an Spießen grillen."


"Einer solch unmoralischen Aktivität eine juristische Erlaubnis zu erteilen, zeigt einen Mangel an Anstand. Andere Kommunen in den Niederlanden haben es nicht erlaubt, dass Pegida zur Zeit des Fastenbrechens Schweine vor Moscheen grillt. Doch Ahmet Aboutaleb, der Bürgermeister von Rotterdam, der marokkanischer Abstammung ist, denkt, dass diese Aktivität von Pegida nicht gegen das Gesetz sei. Was für eine ekelhafte Tragödie!"


Aboutaleb antwortete: "Der türkische Außenminister hat versucht, mir eine Lektion über meine islamische Identität zu erteilen. Es geht zu weit, wenn ein ausländischer Staat, der weit weg ist, versucht, den Bürgermeister von Rotterdam über niederländisches Recht zu belehren und wie ich es anzuwenden hätte."


In Den Haag werden muslimische Jugendliche hinter zahlreichen Anschlägen auf einen Hindutempel im Stadtteil Schilderswijk vermutet. Der Tempel war während des Ramadan schon oft das Ziel von Vandalismus: "Wir werden von jungen Leuten schikaniert, nicht nur während des Ramadan, sondern auch während unserer eigenen religiösen Feste", sagte der Tempelsprecher Siddharth Ramdhani.


Unterdessen wirbt Coca-Cola Niederlande auf seiner Facebookseite mit einer neuen Reklame, die Vorurteile während des Ramadan bekämpfen soll. Das Video zeigt eine junge muslimische Frau, die während der letzten Stunden des Fastens vor Sonnenuntergang der Versuchung widersteht, etwas zu trinken, als eine Nichtmuslimin im Trainingsanzug vorbeikommt und ihr Coca-Cola anbietet. Die Muslimin lehnt es ab, das Getränk anzunehmen, weil noch nicht Sonnenuntergang ist. Die nichtmuslimische Frau wartet mit ihr zusammen darauf, dass die Sonne untergeht, damit sie gemeinsam aus der legendären Flasche trinken können. Das Video endet mit dem Slogan: "Was uns verbindet, ist größer als das, was uns trennt."


In Spanien, wo die Madrider Bürgermeisterin Manuela Carmena zahlreiche katholische Symbole und Traditionen hat beseitigen oder ersetzen lassen und 2017 Weihnachten zu einem neoheidnischen "Festival der Kulturen" (Feria de las Culturas) machte, hielten mehr als 20 Stadtteile Kulturveranstaltungen ab, um Ramadan zu feiern. Das "Nächte des Ramadan" (Noches de Ramadán) genannte Programm, das aus Steuermitteln finanziert wurde, zielte darauf, "den Bürgern Madrids das religiöse Fest des Ramadan näher zu bringen."


In der Schweiz schickte das Genfer Jugendamt einen Brief an alle Schulleiter von weiterführenden Schulen, in dem sie über die körperlichen Auswirkungen des Fastens auf die Schüler hingewiesen wurden, dazu wurden Ratschläge gegeben, wie mit Problemen wie Unterzuckerung oder Dehydrierung umzugehen sei. Im Interesse der "Förderung der Integration aller" drängte der Brief die Lehrer, Toleranz gegenüber muslimischen Schülern zu zeigen und die von ihnen verlangten körperlichen Anstrengungen zu reduzieren, etwa durch das Verschieben von Klassenfahrten und Ausflügen auf die Zeit nach dem Ramadan.

Der Brief provozierte eine harsche Reaktion vonseiten örtlicher Politiker, die den Staat beschuldigten, "das Kurrikulum und schulische Aktivitäten an den islamischen Kalender anzupassen". Jean Romain, der Präsident des Großrates (Kantonalparlament), sagte, der Brief sei "erschreckend", da das Gesetz an die Schulen die klare Forderung richte, dem Säkularismus zu folgen: "Die Leitung des Jugendamts tut nicht ihren Job. ... Religionen dürfen dem öffentlichen Raum weder Gesetze noch Regeln geben. Wir haben ein Gesetz über Säkularismus erlassen, wenden Sie es an!"


In St. Gallen berichteten Schulen über einen Anstieg des Schulschwänzens während des Ramadan sowie Forderungen nach einer gesonderten Behandlung muslimischer Schüler. "Unserer Meinung nach ist das Halten des Ramadan für Kinder und Heranwachsende nicht verpflichtend", sagte Schulleiter Hannes Schwarz – trotzdem würden in der Schweiz nun sogar schon Grundschüler fasten. Ein Grundschullehrer aus Zürich, der anonym bleiben wollte, sagte: "Ich habe Zweitklässler, die fasten. Sie reden darüber, glauben, es sei cool und ermuntern sich gegenseitig." Islamexpertin Saïda Keller-Messahli sagte, sie sei besorgt darüber, wie streng muslimische Kinder das Fasten einhielten: "In Europa wird der Ramadan viel strenger interpretiert als in muslimischen Ländern."


In Großbritannien erhielt Paigham Mustafa, ein schottisch-muslimischer Schriftsteller, Morddrohungen, nachdem er auf Facebook geschrieben hatte, das Fasten zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang im Monat Ramadan sei im Koran nicht vorgeschrieben. In einer Serie von drohenden Botschaften unter dem Posting sagte ein Kritiker: "Halt die Klappe oder dir wird der Kopf abgeschlagen. ... Halt die Klappe oder du wirst geköpft. ... Halt die Klappe, du kafir [Ungläubiger] Hund ... Du wirst geköpft. Du verdienst, getötet zu werden. Wir werden dich töten." Mustafa antwortete: "Ich denke, es ist wichtig zu betonen, dass es nicht der Islam ist, gegen den ich mich richte. Ich will einfach Leute darauf aufmerksam machen, dass jene Rituale nicht im Koran stehen. Ich habe nicht gesagt, dass es falsch sei zu fasten, doch rituelles Fasten ist nicht vorgeschrieben." Mustafa und seiner Familie wurde Polizeischutz angeboten.


In London veranstaltete die Southwark-Cathedral ein iftar-Abendessen als Teil eines Veranstaltungsprogramms, um den Jahrestag des Anschlags auf der London Bridge zu begehen. Der Bischof von Southwark, Christopher Chessun, sprach von einer "Stadt des Friedens" und einer "Gemeinschaft des Friedens", ehe er die in der Kathedrale Versammelten dazu einlud, untereinander ein Zeichen des Friedens auszutauschen. Amir Eden, ein örtlicher Community-Aktivist, sagte: "Diese Veranstaltung ist eine weitere Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen, aus unterschiedlichen Religionen oder ohne bestimmte Religion, um unsere Liebe und unser Mitgefühl füreinander zu feiern."


 


In Dalston, Ost-London, verkündeten religiöse Ratgeber in der Masjid-Ramadan-Moschee, die Kryptowährung Bitcoin sei für Ramadanspenden halal (nach islamischem Recht erlaubt), wenn "die Transaktion auf rechtmäßige Weise stattfindet". Die Moschee, die auch als Shacklewell-Lane-Moschee bekannt ist, sagte, sie akzeptiere Spenden in zwei Kryptowährungen: Bitcoin und Ethereum. Zayd al Khair, ein religiöser Berater in der Moschee, sagte:


"Jedes Geld und jede Währung ist weder halal, erlaubt, noch haram, verboten. Es hängt vom Wert ab, den sie repräsentiert. Wenn Geld auf rechtmäßige Weise übertragen wird, ist es halal. Wir kennen nicht immer die Herkunft von Geldspenden, doch wir nehmen auch solche in gutem Glauben."


In Kent warnte die Internationale Glaukom (Grüner Star) -Vereinigung (IGA) muslimische Patienten, während des Ramadan nicht die Einnahme der Augentropfen auszusetzen, auch nicht für eine kurze Zeit, da dies zum permanenten Verlust des Augenlichts führen könne. Einige Muslime unterbrechen während des Ramadan die Einnahme der Augentropfen, weil sie glauben, dadurch würde das Fasten gebrochen. IGA-Entwicklungsmanager Subhash Suthar rät Patienten, bei der Verabreichung der Tropfen vorsichtig zu sein, damit die Flüssigkeit im Auge bleibt und nicht etwa in den Mund rinnt und so das Fasten bricht.


In Keighley rufen Feuerwehrchefs die den Ramadan beachtenden Muslime dazu auf, achtsam zu sein und das Risiko von Wohnungsbränden einzudämmen. Chris Kirby, Leiter der Abteilung für Brandsicherheit in West Yorkshire, sagte: "Ramadan ist für Muslime eine Zeit von großer Wichtigkeit, aber auch eine Zeit, wo jeder besonders achtsam sein sollte, wenn er kocht, vor allem, wenn er nach einem ganzen Tag des Fastens müde ist."


In London veröffentlichte Metro, Großbritanniens Zeitung mit der höchsten Auflage, Anweisungen für Muslime, wie das Fasten einzuhalten ist. In einem Artikel mit dem Titel "Wie viel ist Fidya und Kaffarah im Ramadan 2018?" heißt es:


"Egal, wie sehr du dich anstrengst zu fasten, manchmal passiert das Leben. Statt sich deshalb elend zu fühlen, gibt es Wege, wie du anstelle des simplen Fastens deine Hingabe zeigen kannst. Zwei von diesen sind Fidya and Kaffarah."


"Fidya ist eine Spende an eine Wohltätigkeitsorganisation, wenn du während des Ramadan nicht fasten kannst. ... Du solltest sie entrichten, bevor du das Fasten verpasst oder vor dem Ramadan, wenn du weißt, dass du ihn während des ganzen Monats nicht halten kannst. Sie wird berechnet, indem man ein mudd erstellt, eine Mahlzeit für jene, die sich kein Mahl leisten können."


"Zwei mudd sind eine Fidya-Zahlung. Dieses Jahr hat die Human Relief Foundation (HRF) sie auf vier Pfund festgelegt, das sind 120 Pfund für den ganzen Ramadan. Muslim Aid beziffert sie auf fünf Pfund oder 150 Pfund für den gesamten Monat. Islam Freedom empfiehlt drei Pfund pro Tag."


"Kaffarah ist eine ähnliche Idee, aber dann zu zahlen, wenn du absichtlich ein Fasten verpasst. Logischerweise ist die Kaffarah viel höher. Wenn du absichtlich das Fasten brichst, musst du entweder genug zahlen, um 60 Leuten ein Mahl zu spendieren (60 mudd) oder für jeden Tag, an dem du den Ramadan verpasst hast, als Strafe 60 aufeinanderfolgende Extratage fasten. Das sind laut der HRF 240 Pfund an Kaffarah, darum ist es sicherlich besser, das Brechen des Fastens zu vermeiden. Wenn du dich entscheidest, an eine andere Wohltätigkeitsorganisation zu spenden: bei Muslim Aid sind es 300, bei Islam Freedom 180 Pfund." (Quelle: Soeren Kern, Senior Fellow des New Yorker Gatestone Institute)

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Einfach nur noch krank: Mörder, Räuber, Drogenhändler, Vergewaltiger und andere Schwerstverbrecher finden im Schutz des deutschen Asylrechts bevorzugt Zuflucht!

Dass besonders Schwerstverbrecher Schutz im deutschen Asylrecht bekommen, das belegen interne Schreiben aus Außenstellen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge an das Sicherheitsreferat in der Nürnberger BAMF-Zentrale (Quelle: BILD-Zeitung).


Ein Untersuchungsausschuss des Bundestags würde den neuen Skandal zu Tage bringen.
Es gab und gibt im BAMF stapelweise Warnhinweise: Mit diesen Protokollen informierten BAMF-Außenstellen das Sicherheitsreferat über Straftäter, die in Deutschland Asyl beantragten.


Oftmals berufen sich danach Asylbewerber sogar bewusst auf schwere Straftaten, die sie (angeblich oder tatsächlich) in ihrer Heimat begangen haben.

Der unfassbare und skandalöse Grund: Deutsches und internationales Recht bewahrt sie davor, nach den Gesetzen des Heimatlandes bestraft zu werden – unter anderem bei Folter und Todesstrafe.


In der Regel schützt die Schwerkriminellen letztlich ein Abschiebeverbot deutscher Gerichte

Die Folge: Mörder, Räuber, Drogenhändler, Vergewaltiger und andere Schwerverbrecher finden im Schutz des Asylrechts in Deutschland Zuflucht, werden dann auf Steuerzahlerkosten auch noch all-inclusive durchfinanziert… und begehen in Deutschland weitere Straftaten.


Hier einige krasse Fälle (auszugsweise):

* Ein Afghane gesteht, dass er 40 Menschen in Afghanistan umgebracht hat. Dort droht ihm die Todesstrafe: er darf nicht abgeschoben werden, er darf in Deutschland bleiben.


* Ein Sierra Leoner gesteht, dass er in der Heimat Frauen und Kinder ermordet hat. Ihm droht die Todesstrafe, er darf bleiben.


* Ein Massen-Mörder aus Bangladesch will  85 Menschen ermordet haben. Er wurde verurteilt, konnte nach Deutschland fliehen. - er darf bleiben, da ihm Hinrichtung und Folter drohen.
Skurriler Weise hat er sein Urteil in Kopie gleich als Nachweis mitgebracht, um seine „Verfolgung“ und „drohende Folter“ zu dokumentieren und, um sein Bleiberecht in Deutschland zu verbessern, - er darf bleiben.


* Ein Türke beging in der Türkei 85 Straftaten, er flieht nach Deutschland, er darf bleiben, weil ihm die Türkei angeblich keinen fairen rechtstaatlichen Prozess garantiert.


Solche Fälle belegen schockierend, wie total weltfremd und krank unser deutsches Asylrecht ist. Dafür muss Merkel unbedingt zur vollen Verantwortung gezogen und ganz, ganz hart bestraft werden. (Autor: Georg Martin)

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Europa: "Die Vision ist ein islamischer Staat"

  •   "Die wachsende Religiosität ist kein Ausdruck von Marginalisierung. Wir sprechen von Menschen, die gut integriert sind, aber religiös sein wollen." — Professor Viggo Mortensen.
  •   "Die Vision ist ein islamischer Staat - islamische Gesellschaft... Muslime werden die Scharia vorziehen. Aber die Vision für in zwanzig Jahren ist, dass das Scharia-Recht Teil Deutschlands ist, dass die Scharia im Staat selbst institutionalisiert wird." — "Yusuf", in einer dokumentarischen Serie, "Falsche Identität".
  •   "Ich werde sie einen nach dem anderen aussuchen und umdrehen... Wenn jeder Moslem dasselbe in seiner Umgebung tut, kann es problemlos durchgezogen werden... man konfrontiert ihn [den Deutschen] nicht mit Gewalt, man macht es langsam... Es wird Zusammenstöße geben, aber langsam werden die Zusammenstöße nachlassen, da die Menschen die Realität akzeptieren werden." — "Yusuf", in einer dokumentarischen Serie, "Falsche Identität".
  •   Europa wird es noch geben, aber wird es, wie das große christlich-byzantinische Reich, das jetzt die Türkei ist, noch die jüdisch-christliche Zivilisation verkörpern?

 

 


Ein im Juni veröffentlichter Bericht der niederländischen Regierung zeigt auf, dass die Muslime in den Niederlanden religiöser werden. Der Bericht, der auf Informationen aus den Jahren 2006-2015 basiert, ist eine Studie unter mehr als 7.249 Niederländern mit marokkanischen und türkischen Wurzeln. Zwei Drittel der Muslime in den Niederlanden kommen aus der Türkei oder Marokko.


Dem Bericht zufolge beten 78% der marokkanischen Muslime fünfmal täglich, ebenso wie 33% der türkischen Muslime. Etwa 40% beider Gruppen besuchen mindestens einmal pro Woche eine Moschee. Mehr junge marokkanische Frauen tragen ein Kopftuch (von 64% im Jahr 2006 auf 78% im Jahr 2015) und große Mehrheiten beider Gruppen essen Halal (93% der marokkanischen Muslime und 80% der türkischen Muslime). 96% der marokkanischen Muslime sagen, dass der Glaube ein sehr wichtiger Teil ihres Lebens ist, während die Zahl der türkischen Muslime 89% beträgt. Die Zahl der niederländischen marokkanischen Muslime, die sich strikt an den Islam halten, ist von 77% im Jahr 2006 auf 84% im Jahr 2015 gestiegen. Bei den türkischen Muslimen ist die Zahl von 37% auf 45% gestiegen. Es gibt nur wenige säkulare Muslime - 7% unter den türkischen Muslimen, 2% unter den marokkanischen Muslimen.


In Dänemark zeigte sich bereits in einer Umfrage von 2004 der Trend, dass Muslime religiöser werden als ihre Eltern, insbesondere "junge, gut ausgebildete und gut integrierte Frauen". Damals sagte Professor Viggo Mortensen: "Die wachsende Religiosität ist kein Ausdruck von Marginalisierung. Wir sprechen von Menschen, die gut integriert sind, aber religiös sein wollen".


Eine detailliertere dänische Umfrage von 2015 ergab, dass Muslime seit einer ähnlichen Umfrage im Jahr 2006 religiöser geworden sind: Im Jahr 2006 beteten 37% fünfmal am Tag, während die Zahl im Jahr 2015 auf 50% gestiegen war. Im Jahr 2006 waren 63% der Meinung, dass der Koran genauestens befolgt werden sollte; im Jahr 2015 waren es 77%. Brian Arly Jacobsen, ein Religionssoziologe der Universität Kopenhagen, war von den Ergebnissen überrascht. "Mit der Zeit würden wir erwarten, dass [die Muslime] mehr wie der Rest der Dänen werden, die im religiösen Bereich nicht besonders aktiv sind", sagte er. Jacobsen dachte, dass eine mögliche Erklärung die 20-30 neuen Moscheen gewesen sein könnten, die im Jahrzehnt vor 2015 gebaut wurden.


Die in diesen Umfragen zum Ausdruck gebrachten Trends werden durch Studien und Umfragen bestätigt, die zeigen, dass viele Muslime in Europa unter dem Scharia-Recht leben wollen. Laut einer Studie von 2014 über marokkanische und türkische Muslime in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Schweden stimmten durchschnittlich fast 60% der befragten Muslime zu, dass Muslime zu den Wurzeln des Islam zurückkehren sollten. 75% dachten, dass es nur eine Interpretation des Korans gibt, und 65% sagten, dass die Scharia für sie wichtiger ist als die Gesetze des Landes, in dem sie leben.


Eine britische Umfrage im Jahr 2016 ergab, dass 43% der britischen Muslime "glauben, dass Teile des islamischen Rechtssystems das britische Recht ersetzen sollten, während nur 22% dagegen sind". In einer Studie von 2017, die eine Umfrage unter 400 belgischen Muslimen umfasste, gaben 29% an, dass sie die Gesetze des Islam dem belgischen Recht überlegen sehen, und 34% sagten, dass sie "definitiv ein vom Koran inspiriertes politisches System bevorzugen würden".

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Einschub: Laut einer Studie von 2014 über marokkanische und türkische Muslime in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Schweden stimmten durchschnittlich fast 60% der befragten Muslime zu, dass Muslime zu den Wurzeln des Islam zurückkehren sollten, und 65% sagten, dass die Scharia für sie wichtiger ist als die Gesetze des Landes, in dem sie leben.

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Die mehr als zwei Millionen überwiegend muslimischen Migranten, die in den letzten Jahren nach Europa gekommen sind, verstärken nur den Trend zur wachsenden muslimischen Religiosität auf dem Kontinent. Eine Studie von 2017 mit überwiegend afghanischen Asylsuchenden in der österreichischen Stadt Graz zeigte, dass die Asylsuchenden, meist Männer unter 30 Jahren, alle dafür waren, ihre traditionellen islamischen Werte zu bewahren, wobei 70% jeden Freitag zum Gebet in die Moschee gingen. Die Frauen waren sogar noch religiöser: 62,6% beteten fünfmal am Tag, vor allem mehr als die Männer (39,7%). Zudem trugen 66,3% der Frauen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch. Die Hälfte der Migranten gab an, dass die Religion in ihrem täglichen Leben in Europa eine größere Rolle spielt als in ihrem Heimatland, und 51,6% der Befragten gaben an, dass die Hegemonie des Islam über andere Religionen unbestritten sei.


Die Tendenz vieler Muslime, nach ihrer Ankunft in Europa religiöser zu werden, zeigte sich auch in einer neuen Dokumentationsreihe "Falsche Identität" des arabischsprachigen Journalisten Zvi Yehezkeli, der undercover über die Aktivitäten der Muslimbruderschaft in Europa und den USA berichtete. In Deutschland traf er auf zwei junge Muslime aus Syrien, die über den Kosovo nach Deutschland kamen, wo sie Hilfe von einer "britischen islamischen Organisation" erhielten. Sie hatten Syrien als säkulare Muslime verlassen, aber auf dem Weg nach Deutschland lebten sie ein Jahr lang in Pristina, Kosovo, wo, so Yehezkeli,


  

"Organisationen der Muslimbrüder aktiv Flüchtlinge unterstützen und sie zu gläubigen Muslimen machen. Ahmed und Yusuf kamen [nach Deutschland] bereits mit der Gewohnheit, fünfmal am Tag zu beten" [1]

 


Gemäss Ahmed:

"Als ich Syrien verließ, fühlte ich mich geistig entspannter. Die islamische Wohltätigkeitsorganisation spielte dabei eine wichtige Rolle. Schau, wenn du sie das erste Mal triffst, fangen sie an, dir zu helfen. Du sitzt da, du starrst sie an, sie beten vor dir, und hier bin ich, ein Moslem, habe den Koran studiert, bete aber nicht. Plötzlich finde ich mich alleine wieder und frage mich: "Warum soll ich nicht wie alle anderen beten?"


Yehezkeli fragte sie, was ihr Traum sei. "Die Vision ist ein islamischer Staat - die islamische Gesellschaft", sagte Yusuf, "die Muslime werden die Herrschaft der Scharia vorziehen. Aber die Vision für in zwanzig Jahren ist, dass das Scharia-Recht Teil Deutschlands wird, dass die Scharia im Staat selbst institutionalisiert wird".


Im Gegensatz zur wachsenden Religiosität der Muslime in Europa werden die Christen weniger religiös. In einer Studie über junge Europäer im Alter von 16-29 Jahren, die im März veröffentlicht wurde und auf Daten von 2014-2016 basiert, schlussfolgerte der Autor Stephen Bullivant, Professor für Theologie und Religionssoziologie an der St. Mary's University in London:


"Von einigen bemerkenswerten Ausnahmen abgesehen, identifizieren sich junge Erwachsene zunehmend nicht mit der Religion... Das Christentum als Standard, als Norm, ist verschwunden und wahrscheinlich für immer verschwunden - oder zumindest für die nächsten 100 Jahre".


Der Studie zufolge klassifizieren sich zwischen 70% und 80% der jungen Erwachsenen in Estland, Schweden und den Niederlanden als nicht religiös. Zwischen 64% und 70% der jungen Erwachsenen halten sich in Frankreich, Belgien, Ungarn und Großbritannien für nicht religiös. Die am meisten religiösen Jugendlichen gab es in Polen, wo sich nur 17% der jungen Erwachsenen als nicht religiös bezeichneten, gefolgt von Litauen mit 25%.


Junge Muslime wie Yusuf und Ahmed aus Syrien sagen, sie wollen den Islam verbreiten, indem sie Europäer bekehren, auch bekannt als Dawa. Sie sind selbst perfekte Beispiele dafür, durch die islamische Organisation im Kosovo zu gläubigen Muslimen geworden zu sein und sich nun selbst in Dawa zu engagieren. "Ich werde sie einen nach dem anderen aussuchen und umdrehen - ich werde mit den Leuten um mich herum anfangen. Sie werden zuhören. Wenn jeder Moslem dasselbe in seiner Umgebung tut, kann das problemlos durchgezogen werden", sagte Yusuf. Auf die Frage, ob die Deutschen Dawa widerstehen könnten, sagte er:


"Du konfrontierst ihn [den Deutschen] nicht mit Gewalt, du machst es langsam.... Es wird Zusammenstöße geben, aber langsam werden die Zusammenstöße nachlassen, da die Menschen die Realität akzeptieren werden. Es gibt kein Entkommen, jede Veränderung ist mit Konflikten verbunden.


Angesichts der fehlenden religiösen Identität der jungen Europäer und des Vakuums, das durch den Weggang des Christentums aus dem Leben der Mehrheit entstanden ist, muss man sich fragen, wie stabil ihre Fähigkeit sein wird, solchen Versuchen der Missionierung zu widerstehen. Europa wird es noch geben, aber wird es, wie das große christlich-byzantinische Reich, das jetzt die Türkei ist, noch die jüdisch-christliche Zivilisation verkörpern?

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*) Quelle: Judith Bergman: https://de.gatestoneinstitute.org/12636/europa-islamischer-staat)

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[1] Das Zitat beginnt um 21:24 im Dokumentarfilm. Die Aussagen von Yusuf und Ahmed folgen unmittelbar danach.

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Die Selbstermächtigung des Europäischen Gerichtshofs

Teil I

Der Europäische Gerichtshof entschied am 15. Juni 2018, dass der Begriff „Ehegatte“ im Rahmen des Gemeinschaftsrechts geschlechtsneutral sei und mithin die Homo-Ehe vollumfänglich mit der Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt werden müsse (Rechtssache C-673/16).


Es war wieder eines jener Phantasie-Urteile der Götter in Robe, die auf dem Luxemburger Kirchberg-Plateau thronen. Denn damit widersprach der EuGH nicht nur sich selbst, sondern maßt sich auch Kompetenzen an, für die er kein Mandat hat. In der Tat, der Gerichtshof der Europäischen Union entwickelte sich seit 1963 zum unberechenbaren Zauberlehrling. Die Unionsrichter machen ungeniert Politik ohne demokratisches Mandat aber mit der Attitude des unantastbaren Juristen. Doch niemand wagt es, die Richter in ihre Schranken zu weisen, geschweige denn handfeste Konsequenzen aus ihrer Selbstherrlichkeit zu ziehen. Das neue Urteil, das man mit Fug und Recht ein Skandalurteil nennen kann, lädt ein, den EuGH unter die Lupe zu nehmen.


Der dem Skandalurteil über die Definition von Ehe und Familie zugrunde liegende Fall wurde von dem Rumänen Relu Adrian Coman und dem Amerikaner Robert Hamilton losgetreten. Die Herren Coman und Hamilton „heirateten“ 2010 in Brüssel nach belgischem Recht. Belgien war das zweite Land der Welt, das die Home-Ehe erlaubte, seit 2006 übrigens mit vollem Adoptionsrecht. Dass ihre „Ehe“ in Brüssel geschlossen wurde, hatte auch seinen Grund: Coman arbeitete hier als akkreditierter Parlamentsassistent (APA) der rumänischen Europaabgeordneten Monica Macovei im EU-Parlament. Herr Coman war Stammgast im Europabüro der Internationalen Schwulen- und Lesbenorganisation (ILGA Europe) sowie der Vereinigung der LGBT-Europabeamten („Egalité“).


Dass dieses schwul-lesbische Beamten-Netzwerk in den EU-Institutionen seinen Anteil zu diesem Skandalurteil beigetragen hat, steht außer Frage. Schließlich gibt es die LGBT-Beamtenvereinigung „Egalité“ auch in Luxembourg am Sitz des Gerichtshofs. „Egalité“ rühmt sich auf seiner Webseite, durch seine Mitglieder (Beamte der EU) politische Entscheidungen der EU-Institutionen zugunsten der LGBT-Gemeinschaft zu beeinflussen oder gar mitzubestimmen. Das Skandalurteil, wonach der Begriff „Ehe“ geschlechtsneutral ausgelegt werden muss, dürfte so ein Urteil auf der Grundlage von LGBT-Lobbyismus und Rechtsaktivismus sein.


Der Gerichtshof hat die Aufgabe, die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung der Verträge zu sichern. So steht es in Artikel 19 Abs. 1 Satz 2 des EU-Vertrags. Der Gerichtshof der EU entscheidet also bei Vertragsverletzungsverfahren, die die EU-Kommission gegen Mitgliedsstaaten anstrengt, wenn die Kommission die Anwendung des Unionsrechts beanstandet. Aus politischer Sicht wesentlich wichtiger sind jedoch die sogenannten Vorabentscheidungsverfahren. Hier setzte sich - weitgehend unbemerkt - eine Praxis durch, die eine Selbstunterwerfung der Mitgliedsstaaten gegenüber der EU zur Gewohnheit macht.


Die höchsten Gerichte der Mitgliedsstaaten, die letztinstanzlich über einen Fall mit Europabezug urteilen, müssen im Zweifelsfall verpflichtend den EuGH zur Vorabentscheidung anrufen. Die EU-Richter verschiedener Nationalitäten geben dann zum Beispiel dem deutschen Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vor, wie deutsche Richter deutsches Recht anzuwenden haben. Hier ist eine Grauzone, die der EuGH geschickt gefüllt hat und das zeigt einmal mehr, wie unkontrolliert und politisch mächtig dieses weitgehend unbekannte Organ der Europäischen Union ist: deutsche Bundesrichter müssen im Zweifel den Fall in Luxemburg vorlegen und dürfen nur im Sinne des EuGH deutsches Recht sprechen. Allen anderen Mitgliedsstaaten geht es genauso. Dieser Rechtsaktivismus begrenzt die Demokratien Europas, es handelt sich um eine Anmaßung von politischer Verantwortung.


Die Verselbständigung der Urteilsfindungen auf dem Kirchberg-Plateau in Luxemburg begann bereits wenige Jahre nach Gründung der Europäischen Gemeinschaft. Bei Skandalurteilen wie dem neuesten zur Definition von Ehe und Familie (und es ist bei weitem nicht das einzige) zahlen die Europa-Realisten nunmehr den überteuerten Preis einer undifferenzierten «Eurofolie» jener Nachkriegsgeneration, die - historisch verständlich - als Europapolitiker mit Begeisterung die «europäische Integration» – also die stufenweise Abgabe nationaler Entscheidungshoheit in allen Politikfeldern an die supranationalen EU-Behörden – vorantrieben und die EU-Verträge wie ein heiliges Buch behandelten, das man unter keinen Umständen anzweifeln durfte. Sie ließen den Gerichtshof einfach gewähren und fanden das allgemein auch ganz gut.


Das Unheil nahm seinen Lauf 1963 und 1964 mit den Entscheidungen Van-Gend-&-Loos (5. Februar 1963) und Costa/Enel (15. Juli 1964). Der EuGH setzte in diesen Urteilen aus eigenem Gutdünken den absoluten Vorrang des Gemeinschaftsrechts gegenüber den nationalen Rechtsordnungen der Mitgliedsstaaten fest. Doch dieser absolute Vorrang des Gemeinschaftsrechts gegenüber den nationalen Rechtsordnungen war nirgendwo in den Römischen Verträgen vorgesehen. Hätten das die Gründerväter der heutigen EU ausdrücklich so gewollt, hätten sie es auch so in den Marmor der Gründungsurkunde gemeißelt. Haben sie aber nicht. Also sprachen sich die Luxemburger Richter aus der politischen Situation des Integrationsprozesses heraus selbstherrlich eine Vorrangrolle zu. 1963 urteilten sie: „Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft stellt eine neue Rechtsordnung des Völkerrechts dar, zu deren Gunsten die Staaten ihre Souveränitätsrechte eingeschränkt haben.“


Niemand protestierte über diese Feststellung einer von niemandem beschlossenen „neuen Rechtsordnung“.

Der Europäische Gerichtshof ging in der Costa/Enel-Entscheidung 1964 noch einen Schritt weiter: „Zum Unterschied von gewöhnlichen internationalen Verträgen hat der EWG-Vertrag eine eigene Rechtsordnung geschaffen, die bei seinem Inkrafttreten in die Rechtsordnungen der Mitgliedstaaten aufgenommen worden und von ihren Gerichten anzuwenden ist. Durch die Gründung einer Gemeinschaft für unbegrenzte Zeit, die mit eigenen Organen, mit der Rechts- und Geschäftsfähigkeit, mit internationaler Handlungsfähigkeit und insbesondere mit echten, aus der Beschränkung der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten oder der Übertragung von Hoheitsrechten der Mitgliedstaaten auf die Gemeinschaft herrührenden Hoheitsrechten ausgestattet ist, haben die Mitgliedstaaten ihre Souveränitätsrechte beschränkt und so einen Rechtskörper geschaffen, der für ihre Angehörigen und sie selbst verbindlich ist.


Diese Aufnahme der Bestimmungen des Gemeinschaftsrechts in das Recht der einzelnen Mitgliedstaaten und, allgemeiner, Wortlaut und Geist des Vertrages haben zur Folge, dass es den Staaten unmöglich ist, gegen die von ihnen auf der Grundlage der Gegenseitigkeit angenommene Rechtsordnung nachträgliche einseitige Maßnahmen ins Feld zu führen.“ Absoluter Vorrang des Gemeinschaftsrechts und Verbot an die Mitgliedstaaten, eigene Maßnahmen zu erlassen: Heute erweist sich aus politischer Sicht, dass es unklug war, gegen diese Selbstherrlichkeit nicht von Anfang an aufzustehen.


Im jüngsten Fall zur Definition von Ehe und Familie hat der EuGH übrigens seiner eigenen Rechtsprechung widersprochen. Vor 17 Jahren urteilte er noch, dass „der Begriff „Ehe“ nach in allen Mitgliedstaaten geltender Definition eine Lebensgemeinschaft zweier Personen verschiedenen Geschlechts bezeichnet.“ (EuGH, 31.05.2001 – C-122/99 P, C-125/99 P). Diese Rechtsprechung ist durch das neue Urteil noch lange nicht überholt. Bislang haben nämlich nur dreizehn von achtundzwanzig Mitgliedsstaaten, zuletzt auch Deutschland, inzwischen die gleichgeschlechtliche Ehe der Lebensgemeinschaft zweier Personen verschiedenen Geschlechts gleichgestellt. Also nicht einmal die Hälfte aller Mitgliedstaaten.


Der Europäische Gerichtshof ist notwendig, seine Praxis problematisch, die Folgen seiner Selbstermächtigung noch nicht absehbar. Es ist der Versuch, die Vereinigten Staaten auf undemokratische Weise, sozusagen durch die juristische Hintertür zu schaffen. Der EuGH wird uns deshalb auch im nächsten Brief aus Brüssel beschäftigen. Bis dahin wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sommer,

Ihr Junius *)

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*) Anmerkung zur Identität des Briefeschreibers aus Brüssel

Zur Erinnerung: Mehrfach wurden wir gebeten, die Identität des Briefeschreibers aus Brüssel preiszugeben. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsarbeit von Informanten und Redaktion. Sie erinnert an die sogenannten Junius letters, in denen ein Pseudonym namens Junius in der Zeitschrift Public Advertiser in London vom 21. Januar 1769 bis zum 12. Mai 1772 Briefe über die Geschehnisse am Hofe und im Parlament veröffentlichte. Darin wurden die Machenschaften in der Königsfamilie, von Ministern, Richtern und Abgeordneten satirisch und mit Sachkenntnis der internen Vorgänge und Intrigen aufgespießt. Die Junius-letters gelten als erster Beleg des journalistischen Zeugnisverweigerungsrechts.

(Quelle: i-daf, St. Augustin, E-Mail: info@i-daf.orgwww.i-daf.org     |    Spenden

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Zum Weltflüchtlingstag 2018


Von Peter Helmes


Merkels Pflichtübung zur Überleitung auf die „Flüchtlinge“ von heute

Aber ja doch, natürlich gedenkt auch die deutsche Bundeskanzlerin der Opfer von „Flucht und Vertreibung“. Was sie dazu sagt, klingt leider allzu sehr nach Pflichtübung; denn es ist bitter, ihr „Bekenntnis“ zum Gedenken im Kontext ihrer weiteren „Gedenkworte“ zu lesen:


Mehr als 70 Jahre liegt der Zweite Weltkrieg nun zurück – eine Zeitdauer von zwei bis drei Generationen. Doch die Katastrophen des Krieges, des Holocaust und der Vertreibung wirken bis in die heutigen Tage nach. Das kann angesichts des Ausmaßes an Leid, Verbrechen und Vernichtung auch nicht verwundern. Es sind auch und gerade die Erfahrungen und Lehren dieser Katastrophen, die die Grundlagen der Bundesrepublik Deutschland gelegt haben. Sie verpflichten und verändern auch das heutige Deutschland auf seinem weiteren Weg in Europa und in der Weltgemeinschaft.


Ende 2017 waren 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht – eine schier unvorstellbare Zahl; die höchste seit dem Zweiten Weltkrieg. UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi sagte dazu völlig zu Recht: „Welchen Maßstab man auch nimmt, diese Zahl ist nicht zu akzeptieren.“ Besonders bedrückend ist, dass unter den Fliehenden ungefähr die Hälfte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind. Diese Mädchen und Jungen sollten spielen, sie sollten in die Schule gehen und sich in ihrem Zuhause sicher fühlen können. Sie sollten nicht die Leiden und Ängste einer Flucht durchmachen müssen, die sie durchmachen. (…)“


Soweit kann ich der Kanzlerin folgen, aber einige Sätze später wechselt sie ins komische Fach:

Die erschreckenden Zahlen machen deutlich, dass Flucht eine zentrale globale Frage unserer Zeit ist; eine Frage, die wir in Europa lange Zeit nicht so wahrgenommen, teils auch verdrängt haben – ich habe das auch in meiner Regierungserklärung zu Beginn dieser Legislaturperiode gesagt –, und eine Frage, die uns vielleicht auch gerade deshalb jetzt vor besondere Herausforderungen stellt.


Ich möchte noch einmal betonen: Es geht nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein Sowohl-als-Auch. Deutschland steht sowohl zu seiner humanitären Verantwortung, Menschen zu schützen, die vor Krieg und Terror geflüchtet sind, als auch zu seiner Verantwortung für den Zusammenhalt in Europa. Beides gehört zusammen. Denn wie man es dreht und wendet: Migration ist eine europäische Herausforderung; im Augenblick vielleicht unsere größte Herausforderung. Es geht um den Zusammenhalt der Europäischen Union.


Wir müssen Migration steuern und ordnen. Migration muss nach klaren Regeln erfolgen.

Und wir müssen festlegen – möglichst mit gemeinsamen Standards in der Europäischen Union –, wer zu uns kommen und wer bei uns bleiben darf; und wer nicht. Es liegt im tiefsten Interesse unserer Länder, Europa zusammenzuhalten. Aus ureigenem Interesse gilt es, die großen Fragen der Außen-, der Flüchtlings- und Migrationspolitik gemeinsam zu beantworten. Es wäre nicht gut, wenn das jeder zulasten des Anderen täte.


Eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik hat nicht nur eine innereuropäische, sondern auch eine außereuropäische Dimension.

Wir müssen die Wurzeln von Flucht und illegaler Migration angehen. Das heißt, Menschen sollten sich gar nicht erst zur Flucht gezwungen sehen. Sie sollten für sich und ihre Familien in ihrer Heimat Perspektiven sehen. Daran zu arbeiten, ist eine der schwierigen, langwierigen, aber unglaublich wichtigen Aufgaben. Man muss keine prophetische Gabe haben, wenn man sagt: Das wird Europa noch die nächsten Jahrzehnte beschäftigen, insbesondere mit Blick auf unseren Nachbarkontinent, den afrikanischen Kontinent.

Deshalb investieren wir in die Förderung von Frieden und Stabilität ausgewählter Herkunfts- und Transitstaaten. Wir fördern Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Bildung und Beschäftigung. Und wir befassen uns – jetzt auch während unseres zweijährigen Sitzes im UN-Sicherheitsrat – mit den Fragen der Flucht und Vertreibung, die durch Klimawandel und Naturkatastrophen hervorgerufen werden…“


Merkels pietätlose Einbeziehung der heutigen Migrantenkrise

Die Bundeskanzlerin macht also ungeniert einen dialektischen Sprung von den „Flucht- und Vertreibungs-Flüchtlingen“ (nach dem II. Weltkrieg) hin zur deutschen und europäischen „Verpflichtung“  für die „modernen“ Flüchtlinge. Zwischen den Zeilen nimmt sie also – wieder einmal – Deutschland und Europa in Mithaftung bei der Lösung des weltweiten Migrationsproblems und macht forsch das weltweite Migrantenproblem zu einer Frage des europäischen Zusammenhalts – und damit zu einer besonderen Aufgabe Deutschlands (was sie natürlich so nicht sagt).


Aber so, wie Merkel das ausdrückt, ist es wohl genau das: eine „nationale Aufgabe“ der Deutschen.

Wie sagte sie so schön pathetisch: „Deutschland steht sowohl zu seiner humanitären Verantwortung, Menschen zu schützen, die vor Krieg und Terror geflüchtet sind, als auch zu seiner Verantwortung für den Zusammenhalt in Europa…“


Selbstverständlich verliert sie bei ihrem „Gedenken“ kein Wort darüber, wer das neue Flüchtlingschaos in Europa, also besonders in Deutschland, verursacht hat: Es war ihre eigene, mit niemandem abgestimmte „Tore öffnen-Politik für alle“ in Kombination mit ihrem abenteuerlichen Spruch „Wir schaffen das“.


Und nun müssen wir feststellen, daß wir das eben nicht schaffen. Dazu hätte ich mir am heutigen Tag doch etwas deutlichere Worte von Angela Merkel gewünscht – nein: Solche Worte wären heute für sie verpflichtend gewesen.

So hatte ich mir das Gedenken an unsere Weltkriegsflüchtlinge eigentlich nicht vorgestellt.

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Leseempfehlung einiger Artikel aus fremden Federn:

1) Berichte zu der demographischen Explosion in Afrika…

und der drohenden Masseneinwanderung nach Europa, die erfolgen wird, wenn die Grenzen nicht wirksam geschützt werden. Dass Europa diesen Massenansturm demographisch nicht überleben kann, davor hat schon Bassam Tibi gewarnt. Von ihm gibt es zum Thema einen neuen Artikel in der "Basler Zeitung." Wieder muss man die Schweizer Presse / das "neue Westfernsehen" konsultieren, um einigermaßen wahrheitsgetreu informiert zu sein.


* „Die Achse des Guten“: "Seehofer hat mehr gegen sich als Merkel", von Gunnar Heinsohn (https://www.achgut.com/artikel/seehofer_hat_mehr_gegen_sich_als_merkel)


* Basler Zeitung, 19.6.2018: "Gehört Afrika zu Europa" von Bassam Tibi

(https://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/gehoert-afrika-zu-europa/story/26399503)


2) Neues vom inhaftierten britischen Islam-Kritiker Tommy Robinson,…

der einen bewegenden Brief aus dem Gefängnis geschrieben hat und sich nun juristisch zu wehren versucht. Siehe folgenden Bericht der kanadischen Rebel Media, die ich im Allgemeinen sehr empfehlen möchte und für die Tommy auch tätig war:


Rebel Media: "AUTHORIZED by Tommy Robinson's family: SaveTommy.com legal defence fund" (https://www.youtube.com/watch?v=MN09NjHCCOM) sowie:

Philosophia Perennis, 19.6.2018: 'Tommy Robinson aus dem Gefängnis: „Islamkritik wird mich das Leben kosten“' (https://philosophia-perennis.com/2018/06/19/tommy-robinson-aus-dem-gefaengnis-islamkritik-wird-mich-das-leben-kosten/)


3) Gegen die Verherrlichung des Islam:

Vor kurzem las ich, dass eine Zeitung - ich glaube, es war die "taz", bin aber nicht sicher - wieder mal den Islam verherrlicht und den Lesern eingehämmert hat, was für tolle Errungenschaften wird dieser Ideologie angeblich zu verdanken haben.


Falls Euch auch mal jemand mit diesen längst widerlegten Argumenten kommt, möchte ich folgenden Artikel von Paul Nellen weiter empfehlen. Darin entzaubert er den Mythos von den "islamischen" Errungenschaften. Dass die arabische Welt vor vielen Jahrhunderten philosophisch und wissenschaftlich mal relativ weit fortgeschritten war, verdankte sie im Wesentlichen den alten Griechen. Sie war es nicht wegen, sondern trotz des Islam. Europa verdankt die Renaissance und den daraus resultierenden kulturellen Aufstieg vor allem auch der Wiederentdeckung der großen Denker der Antike. Das Wissen darüber verdankten sie aber nur zum Teil arabischer Vermittlung. Besonders wichtig war der Kontakt mit dem Oströmisch-Byzantinischen Reich, das den Kulturbruch und die Völkerwanderungen der Spätantike überlebt und noch bis zur Eroberung von Konstantinopel (1453) existiert hat. Dort wurde viel Wissen aus der Antike erfolgreich bewahrt - anders als im Weströmischen Reich, das durch Völkerwanderung und Selbstaufgabe unterging. (Merkellands, Schwedens, Frankreichs und anderer Länder großes Vorbild). (http://juedischerundschau.de/der-falsche-mythos-von-den-islamischen-wissenschaftspionieren-135912016/)

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GEHEN WIR AUF DIE STRASSE, VERTEIDIGEN WIR UNSER LAND!“

Merkel muss weg!

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen einen sonnigen, fröhlichen Sommer und zudem den Schutz Gottes sowie – wie stets an dieser Stelle – uns allen eine bessere Politik.


  

Mit herzlichen Grüßen und bestem Dank für Ihre Treue,

 

Ihr

Peter Helmes,

Hamburg, 10. Juli 2018

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General-Abrechnung – Die „Kleine, unkorrekte Islam-Bibel“

50 Millionen Menschen brachte Mao Tse Tung um. Aber die deutsche Linke verehrte ihn wie einen Heiligen, verschlang seine kleine Mao-Bibel. Eine Ansammlung törichter Lebensweisheiten. Quatsch. Heute laufen Millionen von Fanatikern dem fundamentalistischen Islam hinterher. Diese „Religion des Friedens“ hat mehr als 200 Millionen Menschen auf dem Gewissen – meist Christen – aber auch „nicht-gläubige“ Muslime. Der konservative Autor Peter Helmes hat in zweijähriger Arbeit eine „Kleine, unkorrekte Islam-Bibel“ geschrieben. Alles über die Religion, die Mördern und Terroristen das Paradies für ihre Untaten verspricht. Ein journalistisches und zeitgeschichtliches Meisterwerk. 320 Seiten mit Herzblut geschrieben.

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