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Die Grenzen des Wirtschaftswachstums
Das Wirtschaftswachstum soll es richten und alles wieder ins Lot rücken - so die hochtrabenden Pläne der Bundesregierung. Die Finanzkrise beenden,
die Talfahrt der Industrie stoppen, die galoppierende Staatsverschuldung zügeln.

Woher aber nimmt die schwarz-gelbe Koalition den Optimismus? Mit einer Senkung der Steuersätze gelingt allenfalls eine leichte Lockerung der wirtschaftlichen Lähmung; in über einem Jahrzehnt durch rote Regierungsbündnisse verursacht – zuletzt sogar mit Duldung der Unionsparteien. Seit dem Ende des deutschen Wirtschaftswunders in den sechziger Jahren geht es mit der deutschen Volkswirtschaft tendenziell nur bergab. Beständiges Wachstum wird eben nicht durch eine schockartige Ausgabenwut des Staates erzeugt. Schon gar nicht wenn dieser „Schock“ Jahr für Jahr eingesetzt und zur Gewohnheit wird. Dann schockieren nur noch die angesammelten Staatsschulden. Der dauerhafte Anstieg der produzierten Waren und Dienstleistungen benötigt eine stetige Zunahme der volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital, in ihrer Menge oder in ihrer Qualität.

Rückgang an Arbeitskräften

Unbestreitbar wird die deutsche Bevölkerung, vor allem der Anteil der Arbeitsfähigen, in den nächsten Jahrzehnten einen spürbaren Rückgang verzeichnen. Von immer weniger Frauen werden immer weniger Kinder geboren. Der quantitative Rückgang arbeitsfähiger Deutscher läßt sich nicht durch Zuwanderung ausgleichen. Nachweislich fallen mehr und mehr Einwanderer dem deutschen Sozialsystem zu Last, verschärfen damit das Haushaltsproblem, tragen aber nicht zum Wirtschaftswachstum bei. Bei den anderen Immigranten hapert es mit der Arbeitsqualität.

So erfreulich ihr Einsatz bei pflegerischen Dienstleistungen, als Haushaltshilfen oder Bauhilfsarbeiter auch sein mag, Deutschland benötigt als rohstoffarmes Land hochqualifizierte Facharbeiter und Spitzenleute in Forschung und Entwicklung. Selbst in der zweiten Generation wird dieses Defizit kaum behoben. Bezüglich der Qualität bestehen aber auch erhebliche Mängel beim deutschen Nachwuchs.

Linke Bildungspolitik hat unsere Jugend verdummt

Die bildungspolitischen Irrtümer der letzten vierzig Jahre zeigen unerbittlich ihre negativen Auswirkungen. Die jüngsten Studentenstreiks an deutschen Hochschulen verdeutlichen die akademische Fehlkalkulation. Die massive Öffnung der Hochschulen in den siebziger Jahren hat zwar die Zahl der Studenten vervierfacht, nahezu die Hälfte bricht jedoch das Studium ab, und von den übrigen erhalten wiederum etwa die Hälfte ihre Examen mehr aus Mitleid und Resignation der Prüfer als aufgrund ihrer Studienleistungen. Im Ergebnis ist die mengenmäßige Produktion von geeigneten Akademikern kaum gestiegen, während sich die volkswirtschaftlichen Kosten vervierfacht haben.

Die hohe Zahl der Studienabbrecher war die eigentliche Ursache für die Einrichtung des zu recht geschmähten „Bachelor“-Abschlusses. Mit dem akademischen Schmalspurexamen sollten die im Grunde hochschulungeeigneten Studenten „gerettet“ werden. Das Ergebnis ist eine Art Berufsschule, die den Studenten mit tatsächlicher Hochschulreife natürlich sauer aufstößt. Zudem treffen sie vielfach auf Hochschullehrer, die den Anforderungen einer Universität nicht genügen – ebenfalls ein Relikt der siebziger Jahre, in denen mittelmäßige Assistenten zu Professoren ernannt wurden, die wiederum in der Folgezeit nur mittelmäßige neue Kollegen akzeptierten.

Manager sind auch keinen Deut besser

Die bildungspolitischen Fehlentwicklungen setzen sich nach unten fort. Bei der Berufsausbildung fehlen die Schüler, die fälschlicherweise auf die Universitäten umgeleitet wurden. Die wichtige Hauptschule ist als „Restschule“ diffamiert, wie das gesamte Schulsystem sich weniger nach Begabung, sondern hauptsächlich nach „sozialer Gerechtigkeit“ orientiert. Die Überforderung der Ungeeigneten und die Unterforderung der Geeigneten verursachen einen doppelten volkswirtschaftlichen Schaden bei Verdreifachung der Kosten. Eine wachstumswirksame Korrektur der Qualität des Produktionsfaktors Arbeit ist kaum absehbar, würde zudem Jahrzehnte benötigen.

Gleichzeitig ist im Laufe der letzten Jahrzehnte ein fataler Qualitätsverlust beim Kapitalmanagement festzustellen. Zockende Bankenvorstände haben unglaublich große Kapitalverluste zu verantworten, ehrlose Vorstandsvorsitzende werden wegen Korruption und Steuerhinterziehung angeklagt, begründete Pleiten großer Firmen staatlich „entschuldigt“, die vermeidbaren der kleinen ignoriert. Allgemein ist ein Verfall der Unternehmenskultur festzustellen. Gleichzeitig geht den mittelständischen Unternehmen der Nachwuchs aus, wenn sie nicht ohnehin dem staatlich geförderten Abbau des Mittelstandes zum Opfer fallen.

Die Liste der wachstumsblockierenden Fehlentwicklungen ließe sich weiter fortsetzen. Das bereits Dargestellte reicht jedoch schon für die Vorhersage, in Deutschland sind im nächsten Jahrzehnt keine Wachstumsraten zu erwarten, die ein Ende der zahlreichen Krisen erhoffen lassen. Die Deutschen müssen sich auf harte Zeiten einstellen.

Professor Bernd-Thomas Ramb

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Von der Leyens Chipkarten-Idee finde ich...


klasse, endlich kriegen arme Kinder auch eine Chance


superklasse, weil ich einen Weg finden werde, das Guthaben in Bier und Zigaretten umzuwandeln


blöd, weil ich arbeiten gehe, Steuern zahle und mein Kind keine Karte bekommen wird


total blöd, weil wir nicht noch mehr Sozialleistungen brauchen


...was für Chipkarten?


...kann man damit auch Google-Streetview schauen?


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